Die 97% Einigkeit unter Wissenschaftlern, die es nie gegeben hat

Absichtliche Täuschung der Öffentlichkeit durch eine Konsensstudie von Cook et al. – Ein weiterer Sündenfall der Medien und der Wissenschaften

Kurzzusammenfassung („Abstract“)

97 Prozent der Klimawissenschaftler sind sich einig, dass der Klimawandel im Wesentlichen menschengemacht ist.“ So in etwa lautet das Ergebnis der Studie des Kognitionspsychologen John Cook von 2013. (1)Die Studie verschleiert aber gezielt die tatsächliche Datenbasis und gibt eine irreführende Zusammenfassung der Ergebnisse. Was aus der Studie in den Mainstreammedien gemacht wurde und immer noch wird, sindBetrug und absichtliche Täuschungen der Öffentlichkeit.

Die Täuschungen finden auf verschiedenen Ebenen statt. Das lässt sich problemlos beweisen, in dem man sich die Rohdaten der genannten Studie anschaut. Das Endergebnis lautet: Diese angeblichen 97% Zustimmung hat es nie gegeben.

Korrekturen:

Korrekturen am 21.01.2020, Kommentar dazu siehe unten.

Einleitung

John Cook hat mit Hilfe von Freiwilligen unter den Lesern der Seite „Skeptical Science“ die einleitenden Kurzzusammenfassungen („Abstracts“) von 11.944 wissenschaftlichen Arbeiten auf bestimmte Kriterien hin untersucht. In die Auswahl wurden alle Veröffentlichungen genommen, die die Stichwörter „Global Warming“ (Globale Erwärmung) oder „global climate change“ (globale Klimaveränderung) enthielten.

Er hat diese Arbeiten 7 Kategorien zugeordnet. Die Kategorien sind:

Die Kategorien kann man übersetzen als…

1: Äußern sich explizit zum AGW (menschgemachter globaler Erwärmung) und ordnen dem Menschen mehr als 50% Anteil am Klimawandel zu.

2: Äußern sich explizit zum menschgemachten Klimawandel, jedoch quantifizieren oder minimieren den Anteil nicht.

3: Äußern sich implizit zum menschgemachten Klimawandel (z.B. durch Erwähnung desselben).

4: Nehmen keine Position ein.

5: Minimieren oder lehnen den menschgemachten Klimawandel wenigstens implizit ab

6: Minimieren oder lehnen den menschgemachten Klimawandel explizit ab, quantifizieren aber nicht den Anteil.

7: Lehnen den menschgemachten Klimawandel ab und behaupten, der menschliche Anteil liegt unter 50%.

Schon an dieser Einordnung fällt ein systematischer Fehler auf, denn die Gruppe 2 muss sich zumindest mit den Gruppen 5, 6 und 7 inhaltlich überschneiden. Diejenigen, die dem menschgemachten Klimawandel zustimmen aber nicht über 50% sehen, minimieren eigentlich sinngemäß den Anteil des Menschen (Kategorien 5 und 6) bzw sehen ihn definitionsgemäß unter 50% (Kategorie 7). Es ist schwierig, hier eine eher zustimmende bzw. ablehnende Haltung der Autoren zum anthropogenen Anteil der Klimaveränderung herauszulesen, vor allem, wenn die Abstracts wie gewohnt sehr sachlich und vorsichtig geschrieben sind, fehlen regelmäßig Äußerungen, die hier eine eindeutige Zuordnung ermöglichen.

Cook et al geben auch zu, dass es einige Schwierigkeiten bezüglich der Kategorisierungen gab:

„Anfänglich stimmten […] und 33% der Befürwortungsbewertungen nicht überein. Die Bewerter konnten dann ihre Bewertung über das Websystem vergleichen und begründen oder aktualisieren, wobei die Anonymität gewahrt blieb. Danach stimmten […] 16% der Befürwortungsratings nicht zu; Diese wurden dann von einem Dritten gelöst.“

(Automatische Übersetzung aus dem Englischen)

Bei glatten 33%, später 16% gab es also Schwierigkeiten bei der Zuordnung, die dann eine dritte Person quasi per Richterentscheid einfach so vornahm.

Auch beim Thema implizite Erwähnung des menschgemachten Klimawandels habe ich so meine Zweifel an dieser Veröffentlichung. Cook et al. nennen folgendes Textbeispiel:

„… die Kohlenstoffbindung im Boden ist wichtig für die Eindämmung des globalen Klimawandels“

Schön, dass hier über Klimawandel geredet wird. Hier wird aber keine Aussage zum menschlichen Anteil am Klimawandel getätigt. Das allermeiste CO2 bzw. der allermeiste Kohlenstoff in der Atmosphäre ist nicht vom Menschen erzeugt, daher gibt es hier keine zwingende Annahme, dass der Autor einen anthropogenen Einfluss annimmt, nur weil er Kohlenstoff im Boden binden will.

Tricks und Zahlenakrobatik

Aber bewegen wir uns hier im Folgenden zunächst unkritisch auf den Spuren der Gedankengänge von John Cook. Die Frage lautet, wie kommen Cook et al. auf 97%?

Und dazu habe ich mir die Originaldaten (2) vorgenommen, die von Cook et. al. veröffentlicht wurden und darin von einem Tabellenkalkulationsprogramm nachzählen lassen, wie viele wissenschaftliche Veröffentlichungen von Cooks Mitarbeitern den einzelnen Kategorien zugeordnet wurden. Diese Rechnung dauert in etwa 5 Minuten.

Und das Ergebnis war ernüchternd. Schauen Sie einfach selbst:

Wichtig ist für den aufmerksamen Leser zunächst, dass in der Originalarbeit die obige detaillierte Tabelle in keiner Form in der Veröffentlichung von Cook et al. Erwähnung findet! Eine detaillierte Auflistung der Messergebnisse fehlt. Ich habe aber gelernt, dass man zwingend immer alle Messergebnisse präsentieren muss. Und da es sich nur um 7 einfache Zahlen bzw. die daraus ermittelten Prozentwerte handelt, kommt hier ein Platzproblem bei Drucksetzung auch nicht in Frage.

Dem Leser wird also beispielsweise systematisch verheimlicht, dass lediglich 0,54% aller Autoren, die etwas zum Klimawandel schreiben, den Menschen als wesentlichen Treibers des Klimas sehen.

Diese Prozentzahl taucht tatsächlich im gesamten Artikel von Cook et. al nicht auf! Nicht als Tabellenwert, nicht im Fließtext.

Cook et al. fassen die Teilergebnisse der Kategorien 1 bis 3 in ihrer Tabelle 3 hingegen zu einer Teilmenge zusammen und zeigen uns die detaillierten Ergebnisse nicht. Dies führt zwingend zur Frage: Will der Autor der Studie hier etwas verheimlichen?

(Automatische Übersetzung der Tabelle 3 aus der Arbeit von Cook et al.)

Auch dass plötzlich eine Kategorie „Unsicher über AGW“ mit 40 Arbeiten auftaucht, verwundert auch, weil das aus den Originalzahlen nicht hervorgeht.

Und hier werden abermals die Originaldaten nicht präsentiert. Verschwiegen werden die Kategorien 5 bis 7.

Zumindest in den Naturwissenschaften ist es eiserne Regel, dass man vor Versuchsbeginn den Analyseplan, also die Messmethoden und den Umgang mit den Messdaten zwingend festlegt. Es darf vor allem bei Studien an Lebewesen mit Verhaltensäußerungen nicht von diesem Analyseplan abgewichen werden. Das ist so festgelegt, damit man auch einen ungewollten manipulativen Einfluss des Forschers möglichst minimiert. Hier werden aber plötzlich die wissenschaftlichen Veröffentlichungen ganz offenbar komplett neu eingruppiert. Und das auch noch zusätzlich in Kategorien, die es beim Start der Studie anscheinend noch nicht gegeben hat. Was soll das?

Cook et al. schreiben dazu:

„Nach Abschluss der endgültigen Bewertungen wurde eine Zufallsstichprobe von 1000 Abstracts der Kategorie „Keine Position“ erneut untersucht, um diejenigen zu unterscheiden, die keine Meinung äußerten, und diejenigen, die die Ansicht vertreten, dass die Ursache von GW [Globaler Erwärmung] ungewiss ist.“

Diese Stichproben, so kann man aus der folgenden Arbeit entnehmen betrafen die Arbeiten, die keine Aussagen machten (Kategorie 4). Was genau hierbei herauskam, wird auch nicht verraten. Wurde das Ergebnis der Stichprobe auf die Gesamtzahl der Arbeiten hochgerechnet? Keine Angabe. Warum nur eine Stichprobe? Warum hat man nicht alle Abstracts der Kategorie von vornherein nach dieser Fragestellung untersucht. Es sieht für mich hier danach aus, dass hier im Nachhinein vom ursprünglichen Analyseplan abgewichen wurde.

Alleine wegen der bisher festgestellten Mängel muss man fragen, wie dieser Artikel ein Peer-Review-Verfahren überstehen konnte.

Zurück zu den eigentlichen Rohdaten. Gerade einmal 0,54% der wissenschaftlichen Veröffentlichungen ordnen dem Menschen explizit einen überwiegenden Anteil am Klimawandel von über 50% zu (Kategorie 1).

Und in der Kategorie 2 sieht es nicht viel besser aus, schlappe 7,72 % gehören zu denen, die dem Menschen einen Anteil am Klimawandel zusprechen, sich jedoch nicht genau dazu äußern.

Wie ist nun Cook et. al. zu 97% gekommen?

Zunächst einmal haben Cook et al. alle Arbeiten, die sich irgendwie zustimmend zum Klimawandel in den Abstracts äußern (Also die Kategorien 1 bis 3) wie wir oben in Tabelle 3 sehen zusammengefasst.

Das ist schon bemerkenswert! Vor allem die vollkommen unbestimmten Äußerungen aus Kategorie 3 zum Klimawandel und die stark variierenden Meinungen aus Kategorie 2 zum menschlichen Anteil am Klimawandel (von viel bis wenig) wurden hier einfach mit denen zusammengefügt, die sich absolut sicher über den überwiegenden Anteil des Menschen am Klimawandel sind. Gefolgt von der Behauptung, dass alle betroffenen Wissenschaftler sich einig wären über den menschgemachten Klimawandel.

Es ergeben sich hier in Summe 32,62% aller wissenschaftlichen Arbeiten. Dieser Wert ist weit von 97% entfernt.

Jetzt kommt der gravierendste Kniff: Ähnlich wie bei der Bundestagswahl haben Cook et al. einfach die Enthaltungen aus der Rechnung herausgenommen. Das sind in diesem Fall alle Arbeiten in Kategorie 4 mit ca. 67%. Durch diesen rechnerischen Taschenspielertrick bezogen sich die Ergebnisse nur noch auf ca. 33% der Gesamtstichprobenmenge. Und dann steht am Ende die Aussage, dass die überwältigende Mehrheit (97%) der Wissenschaftler einen menschgemachten Einfluss am Klima erkennt. Daraus machen dann nicht wenige Lei(d/t)medien, dass über 97% der Wissenschaftler einen wesentlichen Anteil des Menschen am Klimawandel sehen.

Das ist bemerkenswert! Denn dass es einen menschlichen Anteil am Klimageschehen gibt ist tatsächlich breiter Konsens. Mit wenigen Ausnahmen finden wir diesen Konsens auch bei sehr kritischen Stimmen zum Thema. Diese werden aber pauschal zu „Klimaleugnern“ abgestempelt, weil sie nicht damit einverstanden sind, dass dem Menschen über 50% oder gar über 80-90% Anteil an der globalen Erwärmung zukommen. Und wie die Studie von Cook et al zeigt, schließen sich tatsächlich die allermeisten Wissenschaftler in ihren Veröffentlichungen genau der These nicht an, dass es einen überragenden Anteil des Menschen am Klimawandel gibt.

Rohdaten: Falsch zugeordnete Veröffentlichungen

Aber der sportliche Umgang mit den Daten ist hier noch nicht zu Ende. Ich habe stichprobenhalber die Rohdaten der Kategorie 2 durchgeschaut und überprüft, ob die einzelnen wissenschaftlichen Veröffentlichungen auch korrekt den einzelnen Kategorien zugeordnet wurden.

Zu Kategorie 2 schreiben Cook et al., dass sie dort alles eingeordnet haben, dass explizit den anthropogenen Anteil am Klimawandel befürwortet aber den Anteil des Menschen nicht genauer quantifiziert oder minimiert (im Original: „Explicitly endorses but does not quantify or minimise“).

Ich erwarte also zwingend, dass in den Einleitungen („Abstracts“) ein klarer Bezug von menschlichen Aktiviäten zum Temperaturanstieg bzw. Klimawandel hergestellt wird, auch wenn das Ausmaß der Beeinflussung nicht weiter thematisiert wird.

Es gibt hier aber tatsächlich einige Arbeiten, die schlicht falsch der Kategorie 2 zugeordnet wurden, weil eben genau diese Zuordnung seitens der Abstracts nicht vorgenommen wird. Von den Veröffentlichungen möchte ich hier nur eine exemplarisch vollständig zeigen:

Beispiel: Karl Tr, Kukla, G. et al.: Global Warming – Evidence For Asymmetric Diurnal Temperature-change. In Geophysical Research Letters. 1991

Der „Abstract“ lautet:

„Analyses of the year-month mean maximum and minimum surface thermometric record have now been updated and expanded to cover three large countries in the Northern Hemisphere (the contiguous United States, the Soviet Union, and the People’s Republic of China). They indicate that most of the warming which has occurred in these regions over the past four decades can be attributed to an increase of mean minimum (mostly nighttime) temperatures. Mean maximum (mostly daytime) temperatures display little or no warming. In the USA and the USSR (no access to data in China) similar characteristics are also reflected in the changes of extreme seasonal temperatures, e.g., increase of extreme minimum temperatures and little or no change in extreme maximum temperatures. The continuation of increasing minimum temperatures and little overall change of the maximum leads to a decrease of the mean (and extreme) temperature range, an important measure of climate variability. The cause(s) of the asymmetric diurnal changes are uncertain, but there is some evidence to suggest that changes in cloud cover play a direct role (where increases in cloudiness result in reduced maximum and higher minimum temperatures). Regardless of the exact cause(s), these results imply that either: (1) climate model projections considering the expected change in the diurnal temperature range with increased levels of the greenhouse gases are underestimating (overestimating) the rise of the daily minimum (maximum) relative to the maximum (minimum), or (2) the observed warming in a considerable portion of the Northern Hemisphere landmass is significantly affected by factors unrelated to an enhanced anthropogenically-induced greenhouse effect.

Hier die automatische Übersetzung:

„Die Analysen des Jahres-Monats-Mittelwerts der thermometrischen Aufzeichnung der maximalen und minimalen Oberfläche wurden jetzt aktualisiert und auf drei große Länder der nördlichen Hemisphäre ausgedehnt (die angrenzenden Vereinigten Staaten, die Sowjetunion und die Volksrepublik China). Sie weisen darauf hin, dass der größte Teil der Erwärmung, die in diesen Regionen in den letzten vier Jahrzehnten aufgetreten ist, auf einen Anstieg der mittleren Mindesttemperaturen (meistens nachts) zurückzuführen ist. Die mittleren maximalen Temperaturen (meistens tagsüber) zeigen nur eine geringe oder keine Erwärmung. In den USA und der UdSSR (kein Zugang zu Daten in China) spiegeln sich ähnliche Merkmale auch in den Änderungen der extremen saisonalen Temperaturen wider, z. B. Anstieg der extremen Mindesttemperaturen und geringe oder keine Änderung der extremen Höchsttemperaturen.

Die Ursache (n) der asymmetrischen täglichen Veränderungen ist ungewiss. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass Änderungen der Wolkendecke eine direkte Rolle spielen (wobei eine Zunahme der Trübung zu einer Verringerung der maximalen und höheren minimalen Temperaturen führt).  Unabhängig von der genauen Ursache (n) implizieren diese Ergebnisse Folgendes: (1) Klimamodellprojektionen unter Berücksichtigung der erwarteten Änderung des täglichen Temperaturbereichs mit erhöhten Werten der Treibhausgase unterschätzen (überschätzen) den Anstieg des täglichen Minimums (Maximums) ) relativ zum Maximum (Minimum) oder (2) die beobachtete Erwärmung in einem beträchtlichen Teil der Landmasse der nördlichen Hemisphäre wird erheblich von Faktoren beeinflusst, die nichts mit einem verstärkten anthropogen induzierten Treibhauseffekt zu tun haben.“

(Hervorhebung durch den Autor)

Dieser Artikel bemängelt ausdrücklich die Überinterpretation des menschlichen Einflusses auf das Klima. Dieser Artikel gehört eigentlich in eine der Kategorien 6 oder 7, in denen ein menschlicher Einfluss auf das Klima weitestgehend abgelehnt bzw. minimiert wird.

Diese Arbeit ist nicht die einzige, deren Zuordnung ganz offensichtlich falsch ist.

Meine Stichproben richten sich selbstverständlich nach meiner Intuition und sind abhängig von der Überschrift der einzelnen Arbeiten. Es handelt sich hier also keinesfalls um eine wirklich zufällig Stichprobe.

Die Tatsache, dass ich hier aber schon so schnell fündig werde, lässt den schwerwiegenden Verdacht aufkommen, dass ein großer Teil der Zuordnung der Studien von Cook et al. fragwürdig ist.

Weitere falsch zugeordnete Artikel sind z.B.:

Artikel durch Cook et al. falsch zugeordnet in Kategorie gehört in Kategorie Kommentar
Karl Tr, Kukla, G. et al.: Global Warming – Evidence For Asymmetric Diurnal Temperature-change. In: Geophysical Research Letters. 1991
2 6 oder 7 Klar negative bzw. minimierende Aussage zum anthropogenen Anteil des Menschen am Klimawandel.
Robert A. Monserud, Nadja M. Tchebakova & Rik Leemans: Global vegetation change predicted by the modified Budyko model. In: Climatic Change  25, 59–83(1993) https://link.springer.com/article/10.1007%2FBF01094084 2 4 keine klare Aussage zum anthropogenen Anteil
Alistair Dawson: Control of the annual cycle in birds: endocrine constraints and plasticity in response to ecological variability.
Royal Society Publishing. 28.11.2007. Vol. 363, Issue 1497
https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rstb.2007.0004
24Erwähnung anthropogener Einflüsse auf den Lebensraum von Vögeln. Kein Bezug zum Klima.
William J. Gutowski ; George F. McMahon  et al.: Effects of Global Warming on Hurricane‐Induced Flooding. In: Journal of Water Resources Planning and Management / Volume 120 Issue 2 – March 1994. https://doi.org/10.1061/(ASCE)0733-9496(1994)120:2(176) 2 4 Klimawandel wird erwähnt, anthropogener Effekt aber nicht, auch nicht implizit.
YoichiKaya.: Japanese strategy for mitigating global warming. https://doi.org/10.1016/S0196-8904(96)00239-7
2 4 keine klare Aussage zum anthropogenen Anteil
Thomas Frei,Ewald Gassner: Climate change and its impact on birch pollen quantities and the start of the pollen season an example from Switzerland for the period 1969–2006. International Journal of Biometeorology. 15.05.2008.
https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00484-008-0159-2
24
Erwähnung von globaler Erwärmung aber keine Erwähnung eins menschlichen Anteils daran.
DaviddeMontigny, WeerapongKritpiphat, DonGelowitz, Paitoon Tontiwachwuthikul: Simultaneous production of electricity, steam, and CO2 from small gas-fired cogeneration plants for enhanced oil recovery. In: Energy Conversion and Management. Volume 38, Supplement, 1997, Pages S223-S228. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0196890496002737?via%3Dihub 2 3 nur implizite Erwähnung des anthropogenen Anteils.
K.E. McConnell: Nonmarket Valuation and the Estimation of Damages from Global Warming. In: Climatic Change 37, 121–139(1997) https://link.springer.com/article/10.1023%2FA%3A1005368403527 2 3 anthropogener Anteil wird erwähnt, aber keine Zustimmung zum überwiegenden Anteil gegeben. Eine Finanzstudie mit nur marginalem Klimabezug
Hengchun Ye John R. Mather: Polar snow cover changes and global warming. in: Int. Journal of Climatology. 04.12.1998 https://doi.org/10.1002/(SICI)1097-0088(199702)17:2%3C155::AID-JOC111%3E3.0.CO;2-6
2 4 Anthropogener Effekt wird nicht erwähnt.
Olga V. Pilifosova, Irina B. Eserkepova & Svetlana A. Dolgih : Regional climate change scenarios under global warming in Kazakhstan. In: Climatic Change volume 36, pages 23–40 (1997). https://link.springer.com/article/10.1023%2FA%3A1005368404482 2 4 / 3 Anthropogener Effekt wird nicht erwähnt. Lediglich zunehmende CO2-Konzentrationen werden thematisiert. Dieser ist nicht zwingend überwiegend menschgemacht.
Martin Beniston: Variations of snow depth and duration in the swiss alps over the last 50 years: links to changes in large-scale climatic forcings. In: Climatic Change volume 36, pages281–300(1997). https://link.springer.com/article/10.1023%2FA%3A1005310214361 2 3/ 4 Erwähnung des anthropogenen Anteils, allerdings keine Aussage zur Höhe.
Hany Hassan ; Keisuke Hanaki ; Tomonori Matsuo: A modeling approach to simulate impact of climate change in lake water quality: phytoplankton growth rate assessment. In: Water Sci Technol (1998) 37 (2): 177-185. https://iwaponline.com/wst/article/37/2/177/7513/A-modeling-approach-to-simulate-impact-of-climate 2 3/4 nur implizite Erwähnung des anthropogenen Anteils.
R. S. J. Tol & P. Vellinga : Climate Change, the Enhanced Greenhouse Effect and the Influence of the Sun: A Statistical Analysis. In: Theoretical and Applied Climatology volume 61, pages 1–7(1998) https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs007040050046 2 3 nur implizite Erwähnung des anthropogenen Anteils.
Constanza M. Montealegre Chris Van Kessel Jürg M. Blumenthal Hor‐Gil Hur Ueli A. Hartwig Michael J. Sadowsky: Elevated atmospheric CO2 alters microbial population structure in a pasture ecosystem. In: Global Change Biology. 24.12.2001 https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1046/j.1365-2486.2000.00326.x 2 4 Erwähnung von Klimawandel und Treibhausgas aber keine Erwähnung des anthropogenen Anteils am Treibhauseffekt.
Andrei P. Kirilenko, Nickolay V. Belotelov, Boris G. Bogatyrev: Global model of vegetation migration: incorporation of climatic variability.In: Ecological Modelling, Volume 132, Issues 1–2, 30 July 2000, Pages 125-133
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0304380000003100?via%3Dihub
2 4 Erwähnung von Klimawandel und Treibhausgas aber keine Erwähnung des anthropogenen Anteils am Treibhauseffekt.
H. Visser, R. J. M. Folkert, J. Hoekstra & J. J. de Wolff: Identifying Key Sources of Uncertainty in Climate Change Projections. In: Climatic Change volume 45, pages 421–457(2000) https://link.springer.com/article/10.1023%2FA%3A1005516020996 2 3 nur implizite Erwähnung des anthropogenen Anteils.
K. R. N. Anthony, D. I. Kline, G. Diaz-Pulido, S. Dove, and O. Hoegh-Guldberg: Ocean acidification causes bleaching and productivity loss in coral reef builders. PNAS November 11, 2008 105 (45) 17442-17446.
https://www.pnas.org/content/105/45/17442
23 oder 4 Erwähnung von anthropogenem CO2 als Ursprung von Meeresversauerung. Erwähnung des IPCC. Keine Erwähnung des Menschen als Verursacher der globalen Erwärmung.

In etwa bei jeder 5. Arbeit (Stichprobengröße = 98 Paper) muss man attestieren, dass die Arbeit falsch der Kategorie 2 zugeordnet ist. Sind das bedauerliche Einzelfälle? Das glaube ich nicht! Alleine, dass ich gleich am Anfang der Liste von insgesamt über 900 Veröffentlichungen auf diese Artikel stieß, macht mich stutzig.

Man bekommt insgesamt den Eindruck, hier wurden gar nicht die Abstracts inhaltlich komplett gelesen. Falls doch, läge eine vorsätzlich falsche Zuordnung vor. Ich habe John Cook am 14.12.19 über ein Briefformular seiner Homepage „skepticalscience.com“ und am 28.12.19 per Email mit den Auffälligkeiten in seiner Arbeit konfrontiert. Mir liegt eine Übertragungsbestätigung und eine automatische Lesebestätigung vom 29.12.19 vor, jedoch keine Antwort. Sollte hier noch eine Nachricht kommen, reiche ich diese nach.

Hier ( https://skepticalscience.com/tcp.php?t=search&s=+&c=&e=2&yf=&yt= ) ist eine Seite des Projektes von Cook et al., die die untersuchten Artikel der Kategorie 2 gleich mit den Abstracts verlinkt. Machen Sie selbst Ihre Untersuchungen!

Auffälligkeiten der Cook-Studie sind bereits bekannt

Bei den Recherchen zu diesem Thema ist mir aufgefallen, dass anderen schon vor mir die ominösen Ergebnisse der Cook-Studie aufgefallen sind, auch wenn hier die Kritik nicht ganz so detailliert formuliert wurden ( Siehe z.B.: Bernd Steinbrink: Missbrauchte Wissenschaft und stille Post. In: Achse des Guten. 27.07.19. https://www.achgut.com/artikel/missbrauchte_wissenschaft_und_stille_post )

Auch sagen Autoren unter den Klimawissenschaftlern selbst, dass sie doch stark verwundert sind über die Einordnung ihrer Veröffentlichungen als eindeutig AGW-befürwortend wo sie dazu eine deutlich kritischere Position einnehmen:

Daraus Zitate:

„Dr. Idso:  Es wäre falsch zu behaupten, dass unser Papier eine Billigung der CO2-induzierten globalen Erwärmung ist.“

[…]

„Scafetta: Meinen Veröffentlichungen ergeben, dass die IPCC-Ansicht falsch ist, weil etwa 40-70% der von 1900 bis 2000 beobachteten globalen Erwärmung durch die Sonne verursacht wurden. Dies impliziert, dass die wahre Klima-Empfindlichkeit gegenüber einer CO2-Verdopplung wahrscheinlich bei 1,5 ° C oder darunter liegt, und die Projektionen des 21. Jahrhunderts mindestens um den Faktor 2 oder größer verringert werden müssen. Dazu hat die Sonne (mehr oder weniger) soviel beigetragen wie die anthropogenen Kräfte.“

[…]

„Scafetta: Bitte beachten Sie, dass es sehr wichtig ist klarzustellen, dass die vom IPCC befürwortete AGW immer behauptet hat, dass 90-100% der seit 1900 beobachteten Erwärmung auf anthropogene Emissionen zurückzuführen sind. Während Kritiker wie ich immer behaupteten, dass die Daten dies tun würden ungefähr einen natürlichen anthropogenen Beitrag von höchstens 50-50 anzeigen.

Was derzeit beobachtet wird, ist völlige Unehrlichkeit der IPCC-Befürworter. Anstatt sich zu entschuldigen und ehrlich anzuerkennen, dass die vom IPCC vertretene AGW-Theorie falsch ist, weil sie auf Klimamodellen basiert, die die Sonnensignatur schlecht rekonstruieren und die natürlichen Schwingungen des Klimas (AMO, PDO, NAO usw.) nicht reproduzieren, und ehrlich anzuerkennen, dass die Wahrheit, wie sie sich abzeichnet, näher an dem liegt, was von IPCC-Kritikern wie mir seit 2005 behauptet wurde. Diese Leute versuchen, die Zustimmung zu bekommen.“

( Automatische Übersetzung aus dem Englischen, Siehe: http://www.populartechnology.net/2013/05/97-study-falsely-classifies-scientists.html )

Hier vertreten Wissenschaftler offenbar eine ganz andere Sicht als Cook et al. von ihnen bzw. ihren Veröffentlichungen behauptet hat.

Es gibt von Cook und Kollegen eine Stellungnahme zu Kritikern. Es wird jedoch lediglich versucht, die Kritiker herabzuwerten. Gebetsmühlenartig wird die Zuverlässigkeit von Cooks Studie mehrfach wiederholt versichert. Eine inhaltliche Auseinandersetzung, z.B. mit der fehlenden Erwähung der nur 0,54%, die dem IPCC Konsens zustimmen, habe ich jedoch nicht gefunden. Auch fällt mir der Kommentar zum Thema der falschen Zuordnung von Facharbeiten doch sehr dürftig aus in Anbetracht meiner Ergebnisse von offenbar gehäuft vorkommenden Falschzuordnungen.

Auch werden Kritiker der Arbeit sofort als Leugner des Konsens diffamiert. Das ist eine Tatsachenverdrehung!

(vgl. https://skepticalscience.com/arg_97-Prozent-Konsens-belastbares-Ergebnis.htm )

Werbung als wissenschaftlicher Beitrag zum Thema Klimawandel?

Aber Cook et al. zeigen auch bei der generellen Auswahl der Studien sportlichen Ehrgeiz. So ist auch ein Text zu finden, der wie Werbung für eine Firma daherkommt:

Manuel Glauser, Peter Müller: Eco-Efficiency: A Prerequisite for Future Success. In: CHIMIA International Journal for Chemistry 51(5):201-206. May 1997

https://www.researchgate.net/publication/233679627_Eco-Efficiency_A_Prerequisite_for_Future_Success

Übersetzung der einleitenden Zusammenfassung der Arbeit:

„Ökoeffizienz – der optimale Einsatz von Material, Energie, Personal und Kapital, um innovative Produkte auf den Markt zu bringen – gilt bei Roche als Voraussetzung für den zukünftigen Geschäftserfolg. Die konzernweiten Aktivitäten zur Steigerung der Ökoeffizienz konzentrieren sich eher auf Herstellungsprozesse als auf das Produktdesign, da die chemische Zusammensetzung und Struktur der Roche-Pharmaprodukte im Gegensatz zu Rohstoffen durch die gewünschte therapeutische Wirkung bestimmt wird. Es werden drei Beispiele für derzeit bei Roche betriebene ökoeffiziente Prozesse beschrieben. Sie decken Hauptbereiche zur weiteren Verbesserung der Umweltverträglichkeit und des wirtschaftlichen Nutzens ab: geringere Materialintensität und Abfallentsorgung, Energierückgewinnung, Minimierung des Wasserverbrauchs. Außerdem, Es werden vier verschiedene Indikatoren vorgestellt, die derzeit bei Roche zur Erfassung der Umweltleistung und der Ökoeffizienz verwendet werden: die Roche-Umweltverträglichkeitszahl (REIF), die Roche-Energierate (RER), der Roche-Beitrag zur vom Menschen verursachten globalen Erwärmung (C02-Äquivalente) und die Ökoeffizienzrate (EER). Diese Schlüsselindikatoren dienen als Grundlage zum Erkennen von Schwächen und Stärken, zum Treffen von Verbesserungsentscheidungen, zum Festlegen von Umweltzielen und als Managementinformationen.“

Dass Konzerne ihre Firmen- und Produktwerbung dem Zeitgeist anpassen ist allgemein bekannt. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema „Klima“ ist jedoch hier nicht erkennbar.

Fanatische Wissenschaftsgläubige: Die selbsternannten Skeptiker

Dass hier zahlreiche Fehler bei der Zuordnung der Artikel auftreten überrascht mich auch nicht weiter. Wurden doch die Arbeiten zum Artikel von John Cook teilweise von wissenschaftlichen Laien aus dem Umfeld der Internetseite „Skeptical Science“ erbracht. Und wenn man sich auf der Seite einige Texte und Dialoge durchliest, fühlt man sich ein wenig an die selbsternannten „Skeptiker“ erinnert.

Bärbel Winkler, eine deutsche Koautorin der Veröffentlichung ist laut eigenen Angaben auf Facebook ( https://www.facebook.com/Baerbel.WF ) offenbar als Klimaaktivistin und als Übersetzerin für die Seite „Skeptical Science“ tätig. In Ihren Youtube-Videos nutzt sie exakt die gleichen Begrifflichkeiten, die auch der dogmatische Editor und Anhänger der Skeptiker-Szene Andol in der Wikipedia benutzt. Die Begrifflichkeiten sind die „5 Characteristics of Science denial“. Siehe:

https://www.youtube.com/watch?v=vPhats9Cbr0

Andol ordnet sich ausweislich seiner eigenen Wikipediaseite selbst den Skeptikern zu. Er fügte die deutschsprachige Version der Grafk in die Wikipedia ein (Siehe: https://de.wikipedia.org/w/index.php?diff=185540019&oldid=185538712&title=Wissenschaftsleugnung )

Besonders die Verwendung des diffamierenden Begriffs „Verschwörungstheorie“ ist unter den Skeptikern typisch. „Verschwörungstheorie“ bedeutet hier im eigentlichen Sinne eine Spinnerei bzw. Pfuscherei. Diese Grafik soll übrigens ihren Ursprung auf der Seite „Skeptical Science“ gehabt haben, laut Dateiinformationen. (https://de.wikipedia.org/w/index.php?diff=185540019&oldid=185538712&title=Wissenschaftsleugnung#/media/Datei:5_Characteristics_of_Science_Denial-de.png )

Es sieht so aus, dass Vertreter der Skeptiker von „Skeptical Science“ gewollt oder ungewollt unterstützt werden, indem man zum Beispiel Propagandamaterial liefert.

Der Wikipediaautor Andol hat übrigens mit 37,1% mit Abstand noch vor dem Autor Hg6996

den meisten Text zum Personenartikel von John Cook in die deutschsprachige Wikipedia eingefügt. ( Siehe: https://xtools.wmflabs.org/articleinfo/de.wikipedia/John_Cook_(Wissenschaftler)?uselang=de , Stand 28.12.19)

Diese Skeptikerbewegung habe ich schon ausführlich in meiner Dokumentation „Zensur, die organisierte Manipulation der Wikipedia und anderer Medien“ ( https://youtu.be/tef7bgwInjY ) erwähnt. Diese Gruppe treibt u.a. in der deutschsprachigen Wikipedia Ihr Unwesen und frisiert dort zahlreiche Artikel. Skeptiker betreiben auch mit „Psiram.com“ einen anonymen Internet-Rufmordpranger. Der Eifer dieser Gruppe richtet sich gegen alle, die eine vom Mainstream abweichende Haltung vor allem im Bereich Medizin und Naturwissenschaften vertreten. Man ist sich im Wesentlichen einig. Abweichende Meinungen gibt es unter den Skeptikern kaum. Diese selbsternannten Skeptiker sind Dogmatiker und fanatisch wissenschaftsgläubige Atheisten, die Religionen strikt ablehnen. Wäre der Begriff „Scientology“ nicht schon anderweitig besetzt, dann wäre es genau der richtige Ausdruck für diese Gruppe. Skeptiker gehören auch nicht selten zu den sogenannten Antifa-„Antideutschen“, die vom Verfassungschutz beobachtet werden. ( Siehe: https://www.verfassungsschutz.niedersachsen.de/extremismus/linksextremismus/antideutsche_antinationale/54194.html ).

Die Antideutschen sind auch in allen „linken“ Parteien im deutschsprachigen Raum vertreten. Sowohl „Bündnis90/ Grünen“, „Die Linke“, „die Partei“ und die SPD haben Mitglieder, die dieser verfassungsfeindlichen Gruppierung zuzuordnen sind. Bei der SPD insbesondere innerhalb der Jugendorganisationen.

Das Bemühen um Objektivität ist in dieser antideutschen Gruppe nur selten bis gar nicht anzufinden und Personen aus diesem Kreis sind regelmäßig aggressiv oder gar gewalttätig.

Überwältigender Konsens

Was bleibt also nun am Ende von dem angeblichen 97%- Konsens? Es gibt einen klaren Konsens, nur leider einen ganz anderen, als sich Cook und seine Freunde gewünscht hätten.

Die Zusammenfassung von Cook et al. hätte ehrlicher Weise lauten müssen:

In 99,46 % aller wissenschaftlichen Arbeiten ist eine Zustimmung zur These des überwiegenden Anteils des Menschen am Klimawandel nicht erkennbar. Viele halten den Anteil des Menschen für geringer oder macht keine klare Aussage dazu. Die überwiegende Mehrheit von mehr als 66% macht keine Aussage zu dieser Fragestellung. Ein geringer Teil lehnt gar einen überwiegenden oder wenigstens maßgeblichen menschlichen Anteil am Klimawandel eindeutig ab.

Lediglich 0,54% aller Veröffentlichungen behaupten einen überwiegenden Anteil des Menschen am Klimageschehen.

Außerdem ist die Datenbasis der Studie fehlerbehaftet, zahlreiche Veröffentlichungen sind in falsche Kategorien eingeordnet, was eine Stichprobe ergab. Das könnte bei nochmaliger Prüfung die ermittelten Anteile der Veröffentlichungen deutlich zu Gunsten der Ablehner des überwiegenden Anteils den Menschen verschieben.

Wir können auf Basis dieser Daten hier aber noch eine viel weitergehende Frage stellen:

Wie ist es den anderen sieben bekannten Studien zum angeblichen Klimakonsens möglich, auf Zustimmungswerte bis 99% zu kommen? Die Cook-Studie deckt hier mit 11.944 untersuchten Veröffentlichungen bereits eine ziemlich große Menge an wissenschaftlichen Arbeiten und damit auch Äußerungen zum Klimawandel ab. Wenn wir hier einen nur verschwindend geringen Anteil an Zustimmung zum angeblichen Klimakonsens des IPCC finden, auf welcher Datenbasis kommen dann die anderen Studien zu 99%? Es ergibt sich hier ein erster Anfangsverdacht, dass auch mit diesen Studien etwas nicht stimmen kann. „Further research has to be done.“

Manipulation der öffentlichen Meinung

Die Frage ist aber: Warum wird überhaupt eine Studie zum Mehrheitsdenken von Wissenschaftlern veröffentlicht?

Wir sind alle soziale Wesen und erspüren geradezu die Mehrheitsmeinung der Gruppe und passen in der Regel sogar unsere Meinung der Mehrheitsmeinung an, auch wenn diese unseren eigentlichen Überzeugungen und Erfahrungen widerspricht. Das fand schon der Psychologe Solomon Asch 1955 und 1956 mittels seiner Konformitätsexperimente heraus.

Viele Zuschauer schlussfolgern mit Sicherheit, dass eine weithin etablierte Meinung von Wissenschaftlern auch mit höherer Wahrscheinlichkeit richtig oder insgesamt richtiger sein muss, als eine solche, die nur von einzelnen vorgebracht wird. Das ist aber grober Unfug.

Die Mehrheit der Wissenschaftler kann auch irren. Das ist schon in aller Regelmäßigkeit vorgekommen. Es reicht ein hieb- und stichfesten Nachweis für das Gegenteil und schon ist die Mehrheitsmeinung hinfällig.

Klassische Beispiele dafür gibt es zahlreiche. Erwähnen möchte ich hier nur die „Phlogiston“-Theorie oder die „N-Strahlen“, die viele plausibel fanden, die sich aber als falsch herausgestellt haben.

Anders herum haben es neue Ideen aufgrund von einflussreichen Dogmatikern sehr schwer, in der wissenschaftlichen Gemeinschaft Anklang zu finden. Zum Beispiel Alfred Wegener, der die Kontinentaldrift 1915 bekannt machte. Erst als er und seine Kritiker gestorben waren, wurde die Kontinentaldrift anerkanntes wissenschaftliches Allgemeinwissen.

Eine Mehrheitsmeinung wissenschaftlich bestimmen zu wollen macht also vom wissenschaftlichen Ansatz her keinen tieferen Sinn. Was wollten als Cook et al. erreichen?

Dazu sagen Cook et. al selbst:

„Eine genaue Einschätzung des Grades an wissenschaftlichem Konsens ist ein wesentliches Element für die öffentliche Unterstützung der Klimapolitik (Ding et al 2011). Die Vermittlung des wissenschaftlichen Konsenses erhöht auch die Akzeptanz der Menschen für den Klimawandel (CC) (Lewandowsky et al. 2012).“

(Übersetzung aus dem Englischen)

Meine Schlussfolgerung dazu ist eindeutig: Es geht hier um die Manipulation der öffentlichen Meinung. Und der Autor gibt das auch indirekt zu! Das lässt auch die Frage aufkommen, ob der Autor hier ergebnisoffen geforscht hat, oder ein gewolltes Ergebnis von Vornherein feststand.

In der Gesamtschau nach der kritischen Durchsicht der Arbeit komme ich hier zum zwingenden Ergebnis, dass man nicht von einer ergebnisoffenen und objektiven Herangehensweise von John Cook ausgehen kann.

Cook zitiert seine eigene Studie in seiner eigenen Broschüre „Handbuch zum Klimakonsens“ ( https://skepticalscience.com/docs/Consensus_Handbook_German_A4.pdf ) wie folgt:

Hier wird das eigentliche Ergebnis der Studie vollends entstellt. Das gesamte Handbuch zielt darauf ab, einen angeblichen Konsens zwischen den Wissenschaftlern herbeizureden. Diesen Konsens gibt es aber laut Rohdaten der Studie nicht. Wir müssen davon ausgehen, dass John Cook selbst seine eigenen Daten sehr genau kennt und wissen muss, dass seine Studie noch nicht einmal ansatzweise dieses Ergebnis hergibt. Daher werte ich das hier als eine vorsätzliche Täuschung der Leser durch einen Wissenschaftler. Eine Lüge zur Meinungsbeeinflussung der Öffentlichkeit. Wissenschaft hat die Verpflichtung zur Wahrhaftigkeit. Ist das dem Herrn Cook nicht klar?

Aufgeheizte Debatte zum aufgeheizten Klima – Fazit

Das ist auch inzwischen nicht weiter überaschend bei diesem Thema. Wir erleben mit der Diskussion zum Weltklima eine beispiellose politisch aufgeheizte Stimmung. Wir haben mindestens zwei widerstreitende Lager, die mit allen Mitteln versuchen, die Masse der Zuschauer von der jeweiligen Sichtweise zu überzeugen.

Auf der einen Seite sehen wir, dass da eine Lobby um die Gallionsfigur Greta Thunberg bemüht ist, ihre Position der Bevölkerung schmackhaft zu machen. Auf der anderen Seite kämpfen nachweislich u.a. große Energieversorger um ihre Pfründe. Glauben Sie bitte nicht, dass es da nur bei den Energieversorgen um Geld ginge. Greta Thunberg ist nicht zufällig berühmt geworden. Sie wurde von Ingmar Rentzhog „entdeckt“. Rentshog, der 2004 ein „Finanzmarkt-Kommunikationsbüro gegründet und jahrelang geleitet hatte, ist Mitglied des „Climate Reality“-Projekts des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore und Vorstandsmitglied eines schwedischen Think Tank für „nachhaltige Entwicklung“ (Quelle: Greta Thunberg kommerziell ausgenutzt – Aktivistin als Werbefigur. In taz. 10.02.19. https://taz.de/Greta-Thunberg-kommerziell-ausgenutzt/!5571776/ )

Dieses bedauernswerte Mädchen wird hier missbraucht für die Zwecke von Al Gores Ökofinanzimperium. Da geht es auch nur um den schnöden Mammon. Glauben Sie bitte nicht, dass die Beteiligten am Ende der Verwertungskette primär die Welt retten wollen. Informieren Sie sich einfach mal über die unbequeme Wahrheit von Al Gores Finanzen und wie er Gewinne erzielt:

Zitat:

„[Soros und Al Gore] die zwei bekennenden Weltverbesserer investieren beide in CO2-Zertifikate und zocken an den Klimabörsen. Gore ist Mitgründer des Vermögensverwalters Generation Investment Management, der allein mit einem Fonds fünf Milliarden Dollar einsammelte. Er investiert nicht nur in Windräder, Solarzellen und CO2-Zertifikate, sondern auch in Allerweltsunternehmen wie Nestlé oder den Autozulieferer Johnson Controls, die besonders nachhaltig wirtschaften sollen. Ein bei Fonds mit grünem Label durchaus gängiges Verfahren.“

(Quelle: https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/zertifikate/nachrichten/emissionszertifikate-das-milliardengeschaeft-mit-dem-abgashandel-seite-5/3531832-5.html ).

Was hier zunehmend bedrückend ist, ist die Vereinnahmung von Wissenschaft durch Politik und Interessenverbände und Großfinanz. Ich wiederhole mich: Wissenschaft hat die Verpflichtung zur Wahrhaftigkeit! Aus leidvoller Erfahrung weiß ich, dass nicht nur von Cook und Kollegen ein sehr flexibler Umgang mit der Wahrheit gepflegt wird.

Leider ist dieser fragwürdige Umgang mit Rohdaten, den wir hier sehen, ganz und gar nicht selten im Bereich der sogenannten „Klimawissenschaften“. Ich kann Ihnen nur raten: Seien Sie wachsam und denken Sie selbstständig! Glauben Sie nicht alles, was geschrieben steht. Auch unter den Naturwissenschaftlern menschelt es doch sehr und Einflüsse wie Missionierungsgedanken, Anerkennungsstreben und Geld führen bisweilen zu sehr seltsamen „wissenschaftlichen“ Ergebnissen.

Text: Markus Fiedler

Vielen Dank an Prof. Hans-Jürgen Bandelt (Hamburg ) für das Korrekturlesen. Zahlreiche seiner Vorschläge und Hinweise sind in diesen Text mit eingeflossen.

Korrekturen:

Folgende Arbeiten wurden von mir in der Auflistung der von Cook falsch zugeordneten wissenschaftlichen Arbeiten fehlerhaft zugeordnet:

  1. John Woods, Wolfgang Barkmann: The plankton multiplier—positive feedback in the greenhouse. In: Journal of Plankton Research, Volume 15, Issue 9, 1993, Pages 1053-1074, https://doi.org/10.1093/plankt/15.9.1053

Diese Arbeiten wurden gelöscht.

Folgende Arbeit tauchte im Datensatz doppelt auf:

  1. Hengchun Ye, John r. Mather: Polar snow cover changes and global warming. In: Int. Journal of Climatology. 1997.
    https://doi.org/10.1002/(SICI)1097-0088(199702)17:2%3C155::AID-JOC111%3E3.0.CO;2-6
  2. DaviddeMontigny, WeerapongKritpiphat, DonGelowitz, Paitoon Tontiwachwuthikul: Simultaneous production of electricity, steam, and CO2 from small gas-fired cogeneration plants for enhanced oil recovery. In: Energy Conversion and Management. Volume 38, Supplement, 1997, Pages S223-S228. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0196890496002737?via%3Dihub

Ergänzt wurden im Datensatz folgende Arbeiten:

  1. Thomas Frei,Ewald Gassner: Climate change and its impact on birch pollen quantities and the start of the pollen season an example from Switzerland for the period 1969–2006. International Journal of Biometeorology. 15.05.2008. https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00484-008-0159-2 Erwähnung von globaler Erwärmung aber keine Erwähnung eins menschlichen Anteils daran. Kategorie 4
  2. Alistair Dawson: Control of the annual cycle in birds: endocrine constraints and plasticity in response to ecological variability. Royal Society Publishing. 28.11.2007. Vol. 363, Issue 1497 https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rstb.2007.0004 Erwähnung anthropogener Einflüsse auf den Lebensraum von Vögeln. Kein Bezug zum Klima. Kategorie 4
  3. K. R. N. Anthony, D. I. Kline, G. Diaz-Pulido, S. Dove, and O. Hoegh-Guldberg: Ocean acidification causes bleaching and productivity loss in coral reef builders. PNAS November 11, 2008 105 (45) 17442-17446. https://www.pnas.org/content/105/45/17442 Erwähnung von anthropogenem CO2 als Ursprung von Meeresversauerung. Erwähnung des IPCC. Keine Erwähnung des Menschen als Verursacher der globalen Erwärmung. Kategorie 3 oder 4

Meine Stichprobengröße beträgt derzeit 98 Arbeiten in Kategorie 2. Auf Basis dieser Stichprobe komme ich zum korrigierten Wert, dass ca. jedes 5. Abstract einer wissenschaftlichen Arbeit von Cook et al. falsch zugeordnet wurden.

Quellen:

  1. Cook et al.: Quantifying the consensus on anthropogenic global warming in the scientific literature. In: ENVIRONMENTAL RESEARCH LETTERS 8 (2013). https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/8/2/024024/pdf oder https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/8/2/024024
  2. Cook et al.: Quantifying the consensus on anthropogenic global warming in the scientific literature. Rohdaten. https://iopscience.iop.org/1748-9326/8/2/024024/media/erl460291datafile.txt

Von mir erstellte Dateien aus den Originaldaten von Cook et al.:

34 thoughts on “Die 97% Einigkeit unter Wissenschaftlern, die es nie gegeben hat”

  1. Bravo, eine tolle Arbeit!
    Die Wahrheit wird schon bald, wie ein Diamant das getrübte Brillenglas der Klimahysteriker zum Bruch bringen. Dann werden wir uns die Augen reiben und staunen, wie es möglich war, dass man uns so lange, mit dem „anthropogenen Klimawandel-Märchen“, verblenden konnte.

  2. Fantastisch. Dies einmal so brillant verschriftlicht im deutschsprachigen Raum ist Balsam für meine Wissenschaftlerseele.

  3. Hallo Herr Fiedler,

    danke, dass Sie sich mit diese Thema tatsächlich auseinander gesetzt haben! Meine ernstgemeinte Frage: „Was sagt Dirk Pohlmann zu Ihren Erkenntnissen“?
    Erläuterung: Ich persönlich hatte das Wikihausen-Abo auf YT gelöst, da mit Herrn Pohlmann hierzu noch nicht mal eine Diskussion oder Austausch möglich war und er „vermeintliche Klimawandelleugner“ sofort ins Rechte Lager gesteckt hat.

    MfG
    C.Rodehorst

    1. Das hat Dirk Pohlmann am 28.1 in einer Tagesdosis getan:
      https://kenfm.de/tagesdosis-28-1-2020-konsens-nonsens-im-klimawandelwald/
      Pohlmann stellt auch wieder mal das Ansteigen des CO2 (in der Grafik aus den Bohrkernen und den Mauna Loa-Luftmessungen) als ausschließlich menschengemacht dar.
      Zu dieser Frage existieren genügend Paper, die sich mit der Exaktheit der CO2-Bestimmung aus Eisbohrkernen befassen und der Einflussfaktoren, die dabei unberücksichtigt bleiben (Diffusion, Druckbelastung). Für alle, denen diesbezüglich eine eingehende eigene Recherche zu aufwändig ist hat Markus Fiedler in diesem Video ab min 35 das auch schön zusammengefasst:
      https://youtu.be/fioABIa_WvY
      Auf das Aneinadergebappe der Eisbohrkerndaten und der Luftmessungen weist er auch noch hin.

      Meine Kommentar zu Pohlmanns Tagesdosis: Erkenntnisse zur Erkenntnistheorie führen nicht automatisch zu Erkenntnissen.

  4. Hallo, vielen Dank für ihre Informationen zu dieser Studie.
    Mir ist beim Überfliegen und parallelem KenFM hören folgende Frage in den Kopf gekommen (KenFM hat das Scafetta Zitat ja peinlich stark verkürzt…) :

    Wieso beharren Sie (bzw. KenFM) so sehr auf die 50% Grenze?

    Wäre es denn nicht schon frappierend, wenn die Menscheit zu 30% am Klimawandel Schuld ist, und dadurch die Flora und Fauna des Planetens zu einer kniffligen Anpassung zwingt, welche vermutlich viele Leben kosten wird? Zum Beispiel, weil es eben so nicht nur 7 sondern 10 Grad wärmer würde? Was ich immer höre ist ja, dass jedes Grad Veränderungen in Richtung der Wetterextreme bewirkt. Dann wäre doch eine Anstrengung der Menschheit, diesen Anteil zu reduzieren auch in höchstem Maße geboten oder?
    Ich will nicht provozieren, tatsächlich nur nachfragen, weil mir die Hintergründe nicht bekannt sind. Zum Beispiel an dieser Stelle: ist denn 50% mehr CO2s in der Atmosphäre auch mit 50% mehr Temperaturanstieg im Weltklima gleichzusetzen?

    Zur KenFM Produktion:
    Wieso wird denn so sehr auf die Studien verwiesen, die „keine Position“ beziehen? Hätten Sie sich denn gewünscht, dass man Studien in die Ergebnisformulierung dieser Metastudie aufnimmt, in denen die eigentliche Fragestellung der Metastudie gar nicht behandelt wird? Das wäre doch erst recht wissenschaftlich unkorrekt und beweist nicht, „dass die Legende der Einigkeit der Wissenschaft frei erfunden ist“ … Die können sich ja gar nicht einig sein – nicht einmal uneinig -, wenn sie sich zu der Fragestellung einfach nicht geäußert haben 🙂

    Und wenn man ihren Gedanken weiterdenkt und annimmt, hier wird in großem wissenschaftlichem Stil gelogen und manipuliert habe ich eine weitere Frage: Wäre all dieser Betrug nicht letztendlich trotzdem als positiv zu werten, wenn die Menschheit es endlich schaffte, sich von der Verbrennung endlicher Ressourcen des Planeten langsam zu lösen und durch – irgendeinen – Auslöser die Forschung an erneuerbaren Energien zu intensivieren? Denn irgendwann ist eben Ende mit Kohle, Gas und Öl. Und dann?

    Gruß
    JoF

    1. hallo jof
      auch schon bemerkt, dass neben kohle, gas und öl auch die ressourcen für erneuerbare zu ende gehen ? was sind das für scheinargumente – auch mal gewinnung, produktion und entsorgung von erneuerbaren zu ende denken bitte.

    2. Alle ihre Fragen und viele andere werden u.a. in diesem Blog

      https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/

      beantwortet. Das ist auch nicht neues Wissen, die Klimaforschung hat die derzeitige Entwicklung so ziemlich exakt vorhergesagt

      https://www.spektrum.de/news/fruehe-klimamodelle-haben-erderwaermung-exakt-vorhergesagt/1703494

      nur interessiert das weder hier noch bei KenFM irgend jemanden. Man beweist lieber statistisch, dass Wissenschaftler diskutieren. Ich weiß nicht, was für ein Wissenschaftsverständnis hier oder bei KenFM vorherrscht – aber ich lese aus den Kommentaren, dass dies von beider Anhängerschaft dahingehend interpretiert wird, dass es keinen antropogenen Effekt auf den Klimawandel gäbe. Das ist gefährlicher Irrsinn, denn die Folgen dieses Einflusses sind bereits beobachtbar.

      1. Zu dieser politischen Dimension mache ich keine Aussage, auch wenn ich dazu selbstverständlich eine eigene Sichtweise habe.
        Danke für die Infolinks.

      2. lieber LieberAnonym
        ich ertrag ja vieles, aber ….
        was wurde nicht schon alles errechnet und vorhergesagt … wie vermessen muss man sein um zu glauben, dass wir ein milliarden altes sich ständig veränderndes system mit „super-computern“ der 70er jahre oder später mit mathematischen gleichungen berechnen können. haben sie auch schon bemerkt, wie oft wir mit unserem verständnis daneben gelegen sind? das system hat sich seit beginn ständig geändert und nicht erst die letzten 150 jahre. immer wenn mit solcher absolutheit eine idee verfolgt wird, ist dies unbedingt zu hinterfragen. bei wem der irrsinn zu finden ist ???
        „glaube wenig, hinterfrage alles, denke selber“ scheint hier dringender den je.

        @fiedler: vielen dank und bitte weiter so kritisch.

  5. Hallo Markus,
    achte auf Deine Gesundheit.
    Sieh mal zu, dass Du langfristig und nachhaltig ein paar Pfunde verlierst.
    Wir brauchen solche Leute wie Dich, es gibt nur wenige davon.
    Gruesse
    Peter Vogt

  6. Bitte, lieber Herr Fiedler, machen Sie gemeinsam mit Herrn Pohlmann, den ich sehr schätze (auch wenn ich mich eher als rechtskonservativ verorte), eine Reihe zum Klimathema. Sie könnten ein Beispiel für demokratische Debattenkultur abliefern und viele Menschen bei diesem Thema voranbringen. Interessant wäre gerade, daß Sie hier konträre Ansichten vertreten, während Sie sich in Sachen Wikipedia ja sehr einig sind.
    Beste Grüße, Stefan Görlich

  7. Lieber Herr Fiedler,
    ich habe mit Spannung Ihre Filme und Beiträge über die Wikipedia gesehen und halte Ihre Beiträge für absolut seriös!
    Wenn das hier auch alles stimmt, wovon ich ausgehe, ist das sehr bitter. Auch für den Umweltschutz.Der ja notwendig ist!
    Sie machen eine tolle Arbeit.
    LG Marcus

  8. Es gibt ja noch ein weiteres Manko. Bei der Auswahl finden Veröffentlichungen keinen Eingang, die nicht die Stichwörter „Global Warming“ (Globale Erwärmung) oder „global climate change“ (globale Klimaveränderung) enthalten. Was ist z.B mit einer Veröffentlichung, die sich ausschließlich mit z.B. dem Zusammenhang von Klimaproxies mit Sonnenflecken o.ä. beschäftigen (und damit die AGW imlizit negieren) ??

    1. Helfen Sie mir bitte einmal auf die Sprünge. Wie genau könnte man das nachprüfen, ob hier eine reale Manipulationsmöglichkeit bestand und ob die ggf. genutzt wurde?
      Das wäre ein wichtiger Punkt.

  9. Warum ausgerechnet, manipuliert eine ausgezeichneter Manipulationsaufdecker?

    Lieber Herr Markus Fiedler,

    ich schreibe Ihnen hier eine ausführliche Kritik Ihrer Arbeit. Ich bin gespannt, ob sie diese Kritik auf Ihrer Website belassen werden. Es würde mich freuen. Besser würde ich es finden, wenn sie Ihren Artikel zurückziehen und damit dann auch meinen Kommentar…

    Bertram Burian,
    Wien

    Lieber Herr Fiedler,

    Sie hielten es für notwendig diesen Artikel zu schreiben. Ihr Artikel hat den Menschen geschadet, die dabei sind sich aufzumachen, die Entwicklungen auf der Welt kritisch zu hinterfragen. Menschen, die sich für eine Möglichkeit eines guten Lebens aller Menschen auch in Zukunft einsetzen.

    Sie behaupten, herausgefunden zu haben, dass angeblich nicht 97 Prozent aller Wissenschafter der These der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung zustimmen, sondern nur 0,54 Prozent!

    Thomas Röper (5) schlussfolgert infolge Ihres Artikels zur „Widerlegung“ der Cook-Studie konsequent:

    „Das war gelogen“ (die Cook-Studie) und „Die Klimadebatte ist definitiv die erfolgreichste Propaganda-Kampagne in der Geschichte der Menschheit und wird irgendwann in den Lehrbüchern erscheinen.“

    Herr Fiedler, sie schultern mit ihrem Artikel eine Wissenschaftskritik, die zu der Aussage führt: Alles ist Unsinn – all diese Dinge, dass Menschen mit ihrem Handeln auf die Natur Einfluss haben, – alles Unsinn. Alles ist nur eine Propaganda-Kampagne der Eliten, die sich diese Sache einfallen ließen, um die Bevölkerung auszuplündern. (Als ob die Superreichen das nicht mit anderen Mitteln –völlig unbemerkt – ständig tun würden!)

    Nun, Herr Fiedler, haben Sie als verdienter Aufdecker von Manipulation in der Wikipedia hier mit einer wissenschaftlich korrekten Methode gearbeitet?

    Die Anwendung einer wissenschaftlichen Methode lässt sich überprüfen!

    Ich schicke folgendes voraus: Ich analysier hier nur Ihren Artikel und nicht die Cook-Studie. Ich setzte mich damit auseinander, ob Sie mit einer wissenschaftlich korrekten Methode gearbeitet haben. Sie schaffen es die Aussage der Cook-Studie ins gerade Gegenteil zu verkehren. Das ist nicht ohne! Von 97 Prozent Zustimmung zur These, von der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung kommt Sie auf 0,54 Prozent Zustimmung. Es wäre so, wie wenn jemand sagen würde, von 100 Menschen haben 97 Arbeit und in Wahrheit wäre es noch nicht mal ein Einziger!

    Vorweg möchte ich Ihnen auch noch sagen: Natürlich gibt es bei der Auswahl von Daten, die immer irgendwie subjektiv ist, immer auch „Gestaltungsmöglichkeiten“. Und natürlich kann die Cook-Studie solche Gestaltungsmöglichkeiten genutzt haben. Und in einigen wenigen Punkten kann ich Ihrer Kritik da auch folgen. Und vielleicht möge daher die Aussage der Cook-Studie auch übertrieben erscheinen. Aber auf den Kopf gestellt? Schauen wir uns ihre wesentlichsten Argumente an:

    1. Der Vorwurf: Die Datenbasis wurde gezielt verschleiert

    Beginnen wir mit dieser Frage: Sie sagen,

    „die Cook-Studie verschleiert gezielt die tatsächliche Datenbasis“.

    Das kann so nicht stimmen. Sie selbst zeigen ja in ihrem Artikel, dass Sie auf alle Daten Zugriff hatten. Es gab die Excel-Datei (14), die Sie selbst aus der „Original-Datei“ übernahmen und es gab die Studien (15) auf die Sie dankenswerter- und korrekter Weise auch verlinkt haben. Wo bitte schön sehen sie hier eine „gezielte Verschleierung der Datenbasis“? Wenn Sei meinen, es seien die detaillierten Datenzuordnungen zu den einzelnen Kategorien nicht in dem Veröffentlichungsschreiben der Studie angeführt worden, so haben Sie zwar Recht, aber das Material, das die Sache im Detail aufschlüsselt lag nicht nur Ihnen vor – es haben Andere (16) auch und schon viel früher als Sie gefunden. Die „Datenbasis“ war also gewiss nicht „versteckt“.

    2. Der Hauptpunkt: Die falsche Übersetzung

    Die Studie, die Sie, Markus Fiedler „zerlegen“, bildet, wie Sie wissen 7 Kategorien aus dem Aussagegehalt von fast 12.000 wissenschaftlichen Studien. Die ersten drei Kategorien fassen Aussagen zusammen, die der These der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung zustimmen.

    Im Englischen ist von „anthropogenic global warming (AGW)“ und „endorse“ die Rede. „Endorse“ wird überall mit „zustimmen“ (17), „befürworten“, „billigen“ (18), „unterstützen“ übersetzt. Und „anthropogenic“ wir eindeutig mit „vom Menschen verursacht“ (19) oder mit „menschlich bedingt“ (20) übersetzt.

    Von den ersten drei Kategorien wird in der Studie also ausgesagt, dass die Wissenschafter der „vom Menschen verursachten“ globalen Erwärmung (global warming) „zustimmen“, dass die Wissenschafter diese These „befürworten“, „billigen“, „unterstützen“. Unbestreitbar sind 32,64 Prozent aller überprüften Studien von den Autoren der Cook-Studie in diesen drei Kategorien eingeordnet worden.

    Wie übersetzt nun Sie die Beschreibung der Kategorie-Bildung der ersten drei Studien?

    Sie übersetzen „endorse“ mit „äußern“ (21)! „Sich äußern“ ist aber einfach die falsche Übersetzung für „endorse“ – und das hat Konsequenzen.

    Ob ich zu etwas „zustimme“ oder ob ich mich zu etwas „äußere“, das ist bitte schön ein erheblicher Unterschied! Und das ist keine Wortklauberei! Ob der Automechaniker bei der Überprüfung des Autos der Aussage „zustimmt“, dass die Bremsschläuche gerissen sind, oder ob er sich nur „äußert“ – zu was?? – das ist ein fundamentaler Unterschied! Ein Unterschied von dem Leben abhängen kann.

    Nirgends wird man finden, dass „endorse“ mit „äußern“ übersetzt wird. Speziell in diesem Fall, ist es sonnenklar, was dieses „endorse“ bedeuten soll. Wer die Rückübersetzung von sich „äußern“ (22) sucht, der wird auch kein „endorse“ finden!

    Nun wird in den ersten drei Kategorien zwar zwischen „expliziter Zustimmung“ und „impliziter Zustimmung“ unterschieden, was aber nichts zur Sache tut. Auch wenn ich „implizit“ zustimme, stimme ich zu. Und ein „sich implizit äußern“ ergibt schon kaum noch einen Sinn.

    Es ist nun ganz klar, wenn ich so mit der Übersetzung und den Begriffen umgehe, so werde ich zu falschen Schlussfolgerungen kommen. Oder ich werde falsche Schlussfolgerungen suggerieren.

    Sie ziehen diese „Schlussfolgerung“:

    „Lediglich 0,54 Prozent aller Veröffentlichungen behaupten einen überwiegenden Anteil des Menschen am Klimageschehen.“

    Im Zusammenhang mit bisher schon gezeigten Fehlern sieht diese Schlussfolgerung mehr nach Manipulation als nach korrekter wissenschaftlicher Methode aus.

    Wenn 32,64 Prozent der These von der durch den Menschen verursachten Klimaerwärmung zustimmen, wie können dann nur 0,54 Prozent vom „überwiegenden Anteil des Menschen am Klimageschehen“ ausgehen? Das ist barer Unsinn, lieber Herr Fiedler! Sorry.

    Nun können Sie sagen, die Cook-Studie stellt das Ergebnis der Durchforstung der fast 12.000 Studien effekthascherisch dar (weil sie bei der Zahl der 11944 Studien auch jene 67% mitrechnet, die eigentlich keine Aussage treffen). Sie können auch sagen, Sie haben gezeigt, dass sich auch Fehler in die Cook-Studie eingeschlichen haben. Aber Sie können nicht die Aussagen der Studie willkürlich verdrehen, das geht nicht.

    Und noch etwas Wichtiges: Auch wenn Ihnen das Design der Studie nicht gefällt, so können Sie in der Bewertung der Studie trotzdem nur von der dort gewählten Vorgansweise ausgehen! Alles andere ist unseriös und unwissenschaftlich. Zur Verdeutlichung: Wenn ich die Stabilität eines Hauses betrachte, so muss ich von eben diesem Haus ausgehen und kann nicht irgend ein anderes Gebäude heranziehen! Die Studienautoren haben nun mal 32,64 Prozent zu den ersten drei Kategorien eingeteilt und dabei fast 12.000 Studien angesehen. Dabei haben sie nach ihren Bewertungen („ihr Haus“) 3896 Studienaussagen gefunden, die der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung zugestimmt haben. Das können Sie, Herr Markus Fiedler nicht einfach mit einem Übersetzungsfehler („ein anderes Haus“) auf 0,54 Prozent, also nur 64 Studien willkürlich herabsetzen!

    3. Falsch eingeordnete Studien

    Nun könnten Sie natürlich sagen, die 3896 Studien wurden fast alle falsch eingeordnet. Aber dann müssen Sie das auch für fast alle Einordnungen nachweisen! Das geht dann nicht aus dem hohlen Bauch heraus. Wer will alle diese 12.000 Studien überprüfen?

    Sie deuten indem Sie die oben genannte Schlussfolgerung ziehen aber genau das an, dass nämlich fast alle Studien falsch eingeordnet wurden. Aber Sie zitieren nur einige wenige Studien, die scheinbar tatsächlich falsch eingeordnet wurden. Ich will das nicht bestreiten, dass auch Studien falsch eingeordnet wurden. Das kann sein. Aber durch ihre Schlussfolgerung suggerieren Sie, dass so gut wie alle Studien falsch eingeordnet wurden? Das ist eine wissenschaftlich völlig unerlaubte Schlussfolgerung! Sie können wissenschaftlich nur behaupten, dass nach ihren Recherchen einige Studien falsch eingeordnet wurden. Darüber lässt sich dann weiter forschen und diskutieren. Aber Sie ziehen eine wissenschaftlich völlig unzulässige Schlussfolgerung!

    Ich habe nun, um zu sehen, ob Sie bei den von Ihnen vorgelegten Beweisen Recht haben, selbst eine Stichprobe gemacht. Ich hab die letzte Studie, die Sie als falsch eingeordnet angeführt haben herausgegriffen. Es ist die Studie von H. Visser (23). Sie sagen, sie ist falsch in die Kategorie 2 (explizite Zustimmung) eingeordnet und würde in die Kategorie 3 (implizite Zustimmung) gehören. Ihre Begründung ist, es würde in der Studie eine „nur implizite Erwähnung des anthropogenen Anteils“ geben.

    Nun, wenn man nur die Zusammenfassung ließt, so scheint Ihr Argument richtig zu sein. Wenn man sich aber die Studie selbst her nimmt, so findet man dort folgenden Satz (Seite 10):

    „Furthermore, it should be noted that the median warming of 0.5 ◦C in 1990 originates from anthropogenic emissions only.“

    Die Autoren der Visser-Studie sagen also übersetzt klipp und klar:

    „Darüber hinaus ist zu beachten, dass die mittlere Erwärmung von 0,5 ◦C im (bis zum) Jahr 1990 nur auf anthropogene Emissionen zurückzuführen ist.“

    Dieser Satz wird wohl ohne jeglichen Zweifel zu Recht eine Einordnung der Visser Studie in die Kategorie 2 als korrekt erscheinen lassen! Wieder sorry, Herr Markus Fiedler. Sie haben unrecht, die Autoren der Cook-Studie haben recht!

    Ich sage auch hier nichts über die Visser Studie aus, die hab ich nicht komplett gelesen. Aber wer glaubt, dass die Autoren der Cook-Studie 12.000 Studien gelesen haben, der geht von falschen Voraussetzungen aus. Und die Leute, die diese Studie angesehen und zum Beispiel nach Stichworten durchsucht haben, haben vielleicht diesen Satz entdeckt, weil sie zum Beispiel nicht nur das Abstract gelesen haben, sondern die ganze Studie durchsucht haben. Jedenfalls haben diese Autoren dann zu Recht entschieden, dass die Visser Studie in die Kategorie 2 gehört.

    Herr Fiedler, es war nur eine Studie, die ich zufällig herausgegriffenen habe, und schon sehe ich für diesen Fall, dass der Manipulationsvorwurf gegen die Cook-Studie falsch ist!

    4. „Überwiegend“ – darum geht’s…. Nein! Chuzpe!

    Nun könnten Sie sagen, in der 0,54 Prozent Aussage spreche ich ja nur von Wissenschaftern, die von einem „überwiegenden“ „Anteil des Menschen am Klimageschehen“ ausgehen.

    Auch hier gibt es bei Ihnen wieder eine haarsträubende Ungenauigkeit in der Sprache. Ist Ihnen das nicht aufgefallen? Eine exakte Sprache ist sicherlich eine der wichtigsten Voraussetzungen für die korrekte Anwendung einer wissenschaftlichen Methode!

    Natürlich, keinen vernünftiger Menschen würde behaupten, der Mensch sei überwiegend für das Klimageschehen verantwortlich. Wie absurd! Es ist ohne Zweifel, dass das „Geschehen“, das die Klimavorgänge überhaupt erst hervorruft, nicht vom Menschen gemacht ist: Würde die Erde nicht um die Sonne kreisen, würde das Weltall nicht eine Temperatur nahe dem absoluten Nullpunkt aufweisen, würde die Erde sich nicht um die eigene Achse drehen oder würde die Erde, wie andere Planeten keine oder eine andere Atmosphäre aufweisen, ja, dann würde es entweder überhaupt kein Klima auf der Erde geben, oder ein ganz anderes!

    Es ist kein Zweifel, das Klimageschehen als Ganzes ist nicht vom Menschen gemacht. Das allerdings behauptet die Cook-Studie auch nicht. Sie behauptet vielmehr, dass 32,62 Prozent der Wissenschafter der These zustimmen, dass die globale Klimaerwärmung vom Menschen verursacht wird. Die Klimaerwärmung ist ein winziger Teil des Klimageschehens, allerdings mit gravierender Auswirkung. Auch hier handelt es sich nicht um eine Wortklauberei!

    Diese wissenschaftliche „Ungenauigkeit“ zieht sich fort. Sie schreiben, dass

    „Schon“ in der Einordnung der Cook-Studie „ein systematischer Fehler auffällt“. Denn, so sagt Markus Fiedler: „Die Gruppe 2 muss sich zumindest mit den Gruppen 5, 6 und 7 inhaltlich überschneiden. Diejenigen, die dem menschgemachten Klimawandel zustimmen aber nicht über 50% sehen, minimieren eigentlich sinngemäß den Anteil des Menschen (Kategorien 5 und 6) bzw sehen ihn definitionsgemäß unter 50% (Kategorie 7)“

    Wieder haben Sie scheinbar nur die Kurz-Kategorisierung der Excel-Daten herangezogen. Sie hätten sich aber auf den Original-Text der Cook-Studie beziehen sollen, wenn Sie schon bereit sind, eine so schwere Aussage zu schultern. Im Original-Text ist nämlich bei der Beschreibung der Kategorien 1, 2, und 3 kein Wort von 50 Prozent die Rede. Dafür wird aber klar ausgeführt, dass die Gruppen 5, 6 und 7 implizit oder explizit die These, von der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung ablehnen!

    Bei der Beschreibung der Gruppe 7 wird dann auch klar, warum die Autoren der Cook-Studie hier dann tatsächlich von 50% sprechen. Die Sache ist logisch völlig klar: Die Designer der Cook-Studie verlangten, dass jede Studie, die gefunden wurde, die die These, von der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung zu mehr als 50 Prozent ablehnt, nicht zu den Befürwortern gerechnet werden darf. Was bitte schön soll an dieser Vorgangsweise unkorrekt sein?

    Und jetzt kommt der Hauptpunkt, der ihrer Schlussfolgerung völlig widerspricht: Wie bitte wollen Sie erklären, dass man die These befürwortet, (dass die globale Klimaerwärmung vom Menschen verursacht ist), und dass man aber gleichzeitig der Kategorie angehören soll, die die These „explizit“ ablehnt? Denn wenn nur 0,54 Prozent zustimmen sollen, dann könnten die Restlichen ja alle nur mehr in der Gruppe 5, 6 und 7, also den Befürwortern eingereiht werden! Sorry, lieber Markus Fiedler, das ist wiederum einfach Unsinn und keineswegs eine wissenschaftliche Methode!

    5. Vorwurf: Es wurden willkürlich Studien weggelassen

    Sie argumentieren noch – und wiederum sehr dramatisch –, dass einfach Studien weggelassen wurden:

    „Jetzt kommt der gravierendste Kniff: Ähnlich wie bei der Bundestagswahl haben Cook et al. einfach die Enthaltungen aus der Rechnung herausgenommen. Das sind in diesem Fall alle Arbeiten in Kategorie 4 mit ca. 67 Prozent“

    Wieder setzen Sie bewusst oder unbewusst einen sprachlichen Trick ein. Sie nennen die „herausgenommenen“ Studien „Enthaltungen“. Schauen wir wieder in der Originalstudie nach, wie die 4. Kategorie beschrieben wird:

    „(4a) No position: Does not address or mention the cause of global warming
    (4b) Uncertain Expresses: position that human’s role on recent global warming is uncertain/undefined – ‘While the extent of human-induced global
    warming is inconclusive. . . ’“

    Kategorie 4a spricht also die Ursache („cause“) der globalen Erwärmung gar nicht an. Und Kategorie 4b besagt, dass die Rolle des Menschen bei der globalen Erwärmung unklar ist. Unklar aber nicht im Sinn von „ich bin weder für dies noch für das“ sondern im Sinne von „inconclusive“ also „nicht beweiskräftig“, „nicht schlüssig“.

    Im Fall 4a kann man sich die Sache etwa so vorstellen: Von den freiwilligen „Bürger-Wissenschaftern“, die für das Auswerten der fast 12.000 Studien herangezogen wurden, wurden Studien gefunden bei denen zwar der Begriff „Erderwärmung“ vorkommt, es aber gar nicht um die Frage geht, ob sie vom Menschen gemacht ist oder nicht. Kann es diesen Fall geben? Na klar: Wenn sich eine Wissenschafterin mit Veränderungen der Sonnenaktivitäten (24) beschäftigt, so wird sie möglicherweise über Folgewirkungen sprechen, die einen Einfluss auf eine Erwärmung des Klimas auf der Erde haben. Es ist aber nur logisch, dass sie sich in diesem Zusammenhang nicht zur Frage der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung äußert. Warum sollte sie? Wie bitte hätten Sie, Markus Fiedler denn eine solche Studie eingeordnet? Es ist doch sonnenklar und wissenschaftlich sauber, dass eine solche Arbeit „herausgenommen“ werden muss!

    Bei 4b verhält es sich zwar anders, aber das Ergebnis ist ähnlich: Wenn ein Wissenschafter sich dahingehend äußert, dass er nicht genug Beweise vorfindet, um einschätzen zu können, ob es eine vom Menschen verursachte Klimaerwärmung gibt, so kann seine Studie weder unter die ersten drei noch unter die letzten drei Kategorien eingeordnet werden. Oder wie hätten Sie, Markus Fiedler das gemacht? Sie hätte selbst entschieden, wo die Studie einzuordnen ist, obwohl die Wissenschafter für sich selbst eine solche Einordnung ablehnten? Das wäre dann ja wohl eindeutig Willkür!

    Wir sehen auch hier wiederum löst sich Ihr „gravierendste(r) Kniff“ schlicht und einfach in heiße Luft auf. Und wiederum werden auch hier – durch die dramatische Gestaltung Ihrer Aussage die Leser und Leserinnen in die Irre geführt.

    Ich füge hier noch mal an, dass die Cook-Studie möglicherweise selbst Fehler macht oder möglicherweise versucht das Ergebnis nicht ausreichend neutral darzustellen. Hier geht es aber um die Vorgansweise von Ihnen, Herr Fiedler. Und es zeigt sich, dass Sie nicht wissenschaftlich sauber vorgehen und nur deshalb zu diesen völlig unhaltbaren Schlussfolgerunge, die einfach alles auf den Kopf stellen, kommen.

    6. Vorwurf: Koautorin nutzt Ausdrücke der „Skeptical Sience“

    Ich werde mich hier nicht zur Gruppe der „Skeptical Science“ äußern. Ich kenne sie nicht und sie beschäftigen mich nicht. Grundsätzlich bin ich überzeugt, dass Wissenschaft „skeptisch“ sein muss. Wenn sie nicht skeptisch ist, so kann es leicht passieren, dass sie voreingenommen herangeht. Aber andererseits ja, es wird auch gewiss dogmatische Skeptiker geben, was auch zu Voreingenommenheit führen wird. Dogmatismus ist nie gut. Wer glaubt, diese Fragen sind einfach, der irrt. Vielleicht ist es hier noch einmal gut, sich an den Wissenschaftsphilosophen Karl R. Popper zu erinnern – man wird an ihm nicht vorbeikommen, wenn man sich zur Wissenschaftstheorie äußert. Obwohl ich mit Karl Popper in vielen Fragen keineswegs einer Meinung bin, so hat er doch Recht, wenn er sagt: Es gibt „kein sicheres Wissen… Was wir bestenfalls haben, ist Vermutungswissen“ (25).

    Herr Fiederl, Sie werfen der Cook-Studie eine Nähe zu dieser Gruppe der „Skeptical Science“ vor:

    „Bärbel Winkler, eine deutsche Koautorin der Veröffentlichung ist laut eigenen Angaben … offenbar als Klimaaktivistin und als Übersetzerin für die Seite „Skeptical Science“ tätig. In Ihren Youtube-Videos nutzt sie exakt die gleichen Begrifflichkeiten, die auch der dogmatische Editor und Anhänger der Skeptiker-Szene Andol in der Wikipedia benutzt.“

    Nun, Herr Fiedler, Sie hätten sich Ihre Recherche zu Bärbel Winkler und die willkürliche Nahestellung von Bärbel Winkler zu „Andol“ sparen können. Statt dessen hätte Sie die Originalstudie genauer lesen sollen. Dann wären Sie auf diesen eindeutigen Satz der Studie gestoßen:

    „Methodology: This letter was conceived as a ‘citizen science’ project by volunteers contributing to the Skeptical Science website (www.skepticalscience.com).“

    Was übersetzt etwa bedeutet:

    „Diese Studie wurde von Freiwilligen, die einen Beitrag zur Website Skeptical Science (www.skepticalscience.com) geleistet haben, als ein ‚bürgerwissenschaftliches‘ Projekt konzipiert“.

    Wie gibt es das? Sie machen sich zum Jahreswechsel auf, die Cook-Studie in der Luft zu zerreißen und dann fällt Ihnen nicht auf, dass das Design der Studie eine Zusammenarbeit mit „Skeptical Science“ erklärter Weise und von vorne herein vorgesehen hat? Niemand musste irgend etwas aufdecken – es stand in dem höchst offiziellen Text der Studie selbst!

    Herr Fiedler, noch mal, ich schätze ihre Arbeit zur Wikipedia, soweit ich sie mitbekommen habe. Ich kann ihre Vorgansweise hier nicht verstehen!

    7. Vorwurf: Die Cook-Studie versucht die Öffentlichkeit zu beeinflussen.

    Kommen wir noch zum letzten Vorwurf, den ich hier analysieren möchte – es gäbe noch mehr zu sagen, aber es muss ein Ende finden.

    Herr Fiedler, Sie kritisieren folgendes Zitat, das John Cook et al verwendete:

    „Eine genaue Einschätzung des Grades an wissenschaftlichem Konsens ist ein wesentliches Element für die öffentliche Unterstützung der Klimapolitik“.

    Sie sagen dazu:

    „Das lässt auch die Frage aufkommen, ob der Autor hier ergebnisoffen geforscht hat“.

    Sie unterstellen also den Wissenschaftern rund heraus, dass sie unsauber gearbeitet haben und dass für diese Wissenschafter vielleicht „ein gewolltes Ergebnis von Vornherein feststand“. Warum tun Sie das Herr Fiedler? Weil Sie selbst mit Ihrem Artikel – auch einer Art von wissenschaftlicher Studie – die Öffentlichkeit beeinflussen wollen? Wie böse! Wissenschafter wollen, dass eine wissenschaftliche Aussage von erheblicher Relevanz für die Menschheit der Öffentlichkeit zugänglich wird! Es ist ungeheuerlich!

    Was bitte hat diese Absicht mit einer wissenschaftlich unkorrekten Vorgansweise bei der Erstellung einer Studie zu tun? Es ist doch offensichtlich eine redliche Haltung von Wissenschafter zu sagen, wir müssen unsere wissenschaftliche Erkenntnis den Menschen mitteilen. Was soll daran falsch sein?

    Als Einstein sich zu seinem Lebensende unter anderem gemeinsam mit Bertrand Russell vehement für Frieden und die Eindämmung der Gefahr, die durch die Atom- und Wasserstoffbombe gegeben war, einsetzte, war das dann auch ein Beweis dafür, dass Einstein sich bezüglich seiner Forschungen nicht „ergebnisoffen“ verhielt?

    Die Einleitung zum Einstein-Russell Manifest (26) von 1955 beginnt so:

    „Beiliegend überreiche ich Ihnen eine von einigen der angesehensten wissenschaftlichen Autoritäten unterzeichnete Stellungnahme zur nuklearen Kriegsführung. Es wird auf das absolute und nicht wieder gut zu machende Unglück, das mit einer solchen Kriegsführung verknüpft sein würde, besonders hingewiesen.“

    Eine „Beeinflussung“ der Öffentlichkeit durch Wissenschafter und ihre Studien ist gewiss nichts Schlechtes, wenn die Studien wissenschaftlich korrekt und auch „ergebnisoffen“ ausgeführt wurden. In Ihrer Kritik, dass wir nicht bedenkenlos allen „wissenschflichen“ Studien vertrauen können, haben sie sicher Recht. Aber aus der Absicht, sich an die Öffentlichkeit wenden zu wollen, zurück zu schließen, dass die Wissenschafter „fraglich“ nicht „ergebnisoffen“ gearbeitet haben, ist ein arg unerlaubter Untergriff! Und mit Verlaub, Herr Fiedler, wie ich glaube gezeigt zu haben, Ihre wissenschaftliche Methode war selbst leider keinesfalls den Anforderungen an eine korrekte wissenschaftliche Methode entsprechend.

    Conclusio

    Ihre Aussage, Herr Markus Fiedler, die Sie an anderer Stelle so formulieren:

    „In 99,46 Prozent aller wissenschaftlichen Arbeiten ist eine Zustimmung zur These des überwiegenden Anteils des Menschen am Klimawandel nicht erkennbar.“ (Hervorhebung M.F.)

    ist schlichtweg falsch.

    Ihr Fehler beginnt mit einer falschen Übersetzung. Sie reihen sich da leider bei Leuten ein, die schon vor Ihnen eine ungenaue – oder um Ihren Ausdruck zu verwenden, eine „sportliche“ – Übersetzung (27) vornahmen. Diese Leute kamen aber trotzdem nicht auf so dramatisch falschen Schlussfolgerungen wie Sie.

    Ich gehe hier jetzt kurz auf die Zahlen selbst ein.

    Selbst kritische Kommentare (28) zur John Cook-Studie billigen der Studie zu, dass sie den Beweis für eine Zustimmung von einem Drittel (32,6Prozent) der Wissenschafter erbringt, während – ebenfalls unbestritten – nur 0,65 Prozent (29) der Wissenschafter die These, von der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung ablehnen! Wenn man die nicht zuordenbare Kategorie 4 der Cook-Studie (66,73 Prozent) ganz heraus lässt, so bleibt ein Verhältnis von 32,6 Prozent Zustimmung (in irgend einer Art) zu 0,65 Prozent Ablehnung (in irgendeiner Art) übrig. Das heißt, rund 50 mal mehr Wissenschafter plädieren (in irgend einer Art) für Zustimmung statt für Ablehnung zu der These, von der durch Menschen verursachten globalen Erwärmung. Das Verhältnis ist also 50 zu 1 oder 100 zu 2, was dann so ziemlich den von Ihnen, Herr Fiedler, vergebens gesuchten 97 Prozent (98 Prozent) entspricht.

    Nun zeigen Sie, dass es scheinbar tatsächlich falsche Zuordnungen in der Cook-Studie gegeben hat. Lassen wir daher die Kategorien 3 und 5 auch weg, um uns nur die „ganz eindeutigen“ Aussagen anzusehen. Dann haben wir eine Verhältnis von 8,26 Prozent zu 0,2 Prozent, also die 41-fache Zustimmung (30). Alle Daten sind aus dem von Ihnen verlinkten und rechnerisch zusammengefassten Zahlenmaterial (31), übernommen. Ich ging dabei davon aus, dass Sie die Tabellenkalkulation richtig zur Anwendung gebracht haben.

    Was bleibt also von Ihrer Aussage übrig, dass 99,46 Prozent aller Wissenschafter die These vertreten, dass der Mensch keinen erkennbaren überwiegenden Anteil am Klimawandel hat? Nichts! Gar nichts! Es ist genau umgekehrt!

    Herr Fiedler, Sie sollten daher Ihre Stellungnahme zurückziehen!

    Der Mensch ist nur ein kleines Rädchen! Ja, aber sehr wirkmächtig!

    Die Tatsache, dass Sie „Klimageschehen“ und „Klimaerwärmung“ durcheinander bringen, macht mich stutzig. Ist das gar auch eine der Ursachen so mancher Fehlinterpretation in der „Klimadebatte“?

    Das gesamte Klimageschehen wird ohne jeglichen Zweifel so gut wie nicht vom Menschen gemacht. Wir Menschen sind weder Sonne noch Gestirnenbahn, noch Weltall oder Erdrotation. Diesbezüglich sind wir tatsächlich nur kleine Rädchen.

    Es ist jedoch völlig unbestreitbar, dass das menschliche Leben nur durch ein „glückliches“ Zusammenspiel all dieser Naturkräfte möglich ist. Hätte die Erde einen etwas größeren Abstand zur Sonne und wäre es daher ein „bisschen“ kälter auf dieser Erde, so wäre alles Wasser gefroren und kaum Leben möglich. Hätten wir keine schützende Atmosphäre und Ozonschicht, so wäre das Bombardement mit Teilchen aus dem Weltall so groß, dass wir auch nicht leben könnten. Und würde das „bisschen“ FCKW aus den zwischenzeitlich verbotenen Spraydosen noch immer in die höchsten Schichten der Atmosphäre aufsteigen, so hätten wie noch immer das riesige Problem, dass durch das Ozonloch zunehmend mehr dieses Stahlenbombardemnts durch kommt. Und gäbe es „ein bisschen“ mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre, dann wäre es so heiß, dass wir wieder nicht leben könnten. Und so weiter und so fort. Und in dieses offensichtlich – wodurch auch immer – fein „austarierte“ Zusammenspiel der Naturkräfte und Naturgegebenheiten greift der Mensch durch seine massive Gestaltung dieser Welt nach seinen (Profit)-Maßstäben sehr gravierend ein und das hat eindeutig seine Auswirkungen!

    Kampf gegen Ungerechtigkeit mit Kampf gegen Zerstörung der Biosphäre verbinden!

    Teile der aufwachenden sozialen Bewegung haben Angst, dass der „Klima-Schmäh“ von den Eliten nur dazu gemacht wird, um sie ein weiteres Mal abzuzocken. Sie vergessen dabei darauf, das ein einstürzendes Haus, das „der Mensch“ gebaut hat, ihnen auch auf den Kopf fallen würde. Wenn man fragt, warum das Haus so gefährlich und rücksichtslos gebaut wird, so erhält man bei näherem Hinsehen zur Antwort, es dient Eliten, die ein System um jeden Preis aufrechterhalten wollen. Ein System das alle schuften lässt, den Bereicherungs-„Eliten“ aber jedes Mal Recht gibt, wenn sie nicht genug kriegen können. Dieses System ist auch die Hauptursache für die Einsturzgefährlichkeit des Hauses.

    Was liegt näher, als den Kampf um Gerechtigkeit mit dem Kampf um eine gesunde Welt zu verbinden. Sollen doch ausschließlich die Superreichen die Maßnahmen bezahlen, die jetzt notwendig sind – sie haben die Befehle gegeben, dass wir das Haus so bauen sollen! Und soll doch die Möglichkeit zur Super-Bereicherung gänzlich abgeschafft werden! Es wir der Natur, den Menschen und dem Frieden gut tun. Diese Verknüpfung wäre der richtige Weg. Das wäre aus meiner Sicht die Klarheit, die wir brauchen um uns nicht spalten zu lassen!

    Keinesfalls sollten wir aber die wissenschaftliche Methode über Bord werfen. Schlimmer könnten wir uns sonst nicht selbst ausliefern, ketten und spalten!

    ____________________

    Anmerkungen:

    (5) https://kenfm.de/standpunkte-%E2%80%A2-menschengemachter-klimawandel-wie-einig-ist-sich-die-wissenschaft-wirklich/
    (10) https://scholarcommons.usf.edu/ijs/vol28/iss1/4/
    (11) https://www.zeit.de/online/2009/07/interview-buschbraende-australien/komplettansicht
    (12) Land- und forstwirtschaftlich genutzte Fläche in Österreich 2018: 6076828 ha (72Prozent der Gesamtfläche von Österreich). Bisher versiegelte Fläche: 233000 ha. Zunahme der versiegelten Fläche: 20 Fußballfelder täglich (a‘ 7140 m²) macht 5212 ha pro Jahr. Daraus ergibt sich, dass bei linearer Hochrechnung dieser Angaben in 1121 Jahren alle Land- und forstwirtschaftlich genutzte Fläche Österreichs versiegelt ist. Quellen: Statistik Austria
    (https://www.statistik.at/web_de/statistiken/wirtschaft/land_und_forstwirtschaft/agrarstruktur_flaechen_ertraege/bodennutzung/index.html) und Umweltberatung: https://www.umweltberatung.at/bodenversiegelung-und-flaechenverbrauch
    (13) Das durchschnittliches Gebäralter in Österreich lag 2018 bei 31 Jahren. 1121 : 31=36 (mal); Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/717979/umfrage/durchschnittsalter-der-mutter-bei-der-geburt-in-oesterreich-nach-bundeslaendern/
    (14) https://markus-fiedler.de/wp-content/uploads/2020/01/cook-2013-data-02-1.ods
    (15) https://skepticalscience.com/tcp.php?p=1&t=934&t=search&s=%20&c=&e=2
    (16) https://www.klimamanifest-von-heiligenroth.de/wp/wp-content/uploads/2019/03/Klimakontroverse_20180603_97Prozent_Konsens_von_wegen.pdf
    (17) https://dict.leo.org/englisch-deutsch/endorse
    (18) https://de.pons.com/%C3%BCbersetzung/englisch-deutsch/endorse
    (19) https://dict.leo.org/englisch-deutsch/anthropogenic
    (20) https://de.pons.com/%C3%BCbersetzung?q=anthropogenic&l=deen&in=ac_en&lf=en&qnac=anthropogenic
    (21) Hier ein Beispiel – ich kann aus Platzgründen nicht alles anführen – Bei John Cook (im „Original“) heißt es für die zweite und dritte Meinungskategorie:
    „Table 2. Definitions of each level of endorsement of AGW
    2. (Level of endorsement): Explicit endorsement without quantification
    (Description): Explicitly states humans are causing global warming or refers to anthropogenic global warming/climate change as a known fact
    3. (Level of endorsement): Implicit endorsement
    (Description): Implies humans are causing global warming. E.g., research assumes greenhouse gas emissions cause warming without explicitly stating humans are the cause“
    Vernünftig übersetzt heißt das wohl:
    „Tabelle 2. Definition des Levels der Zustimmung (Befürwortung) der AWG (vom Menschen verursachte globale Erwärmung):
    2. (Ebene der Zustimmung): Ausdrückliche Zustimmung ohne Mengenbestimmung
    (Beschreibung): Es heißt ausdrücklich, dass Menschen die globale Erwärmung verursachen oder es bezieht sich auf – von Menschen gemachte globale Erwärmung /Klimawandel – als bekannte Tatsache
    3. (Ebene der Zustimmung): Stillschweigende Zustimmung
    (Beschreibung): Schließt mit ein, dass Menschen globale Erwärmung verursachen. Zum Beispiel, die Forschung vermutet, dass die Treibhausgasemissionen die Erwärmung verursachen, ohne dass der Mensch explizit als Verursacher genannt wird.“
    Diese Zitate sind aus der Original-Studie von Cook. Markus Fiedler zieht für seine Kritik nicht dieses Original heran, sondern die verkürzte Darstellung der Excel-Tabelle, die zwar auch von Cook et al zu kommen scheint, aber eben stark verkürzt ist. Wäre Markus Fiedler gründlich genug vorgegangen (was er ja von der Cook-Studie zu Recht einfordert!) so hätte er sich auf die ausführliche Darstellung der Original-Studie beziehen müssen.
    (22) https://dict.leo.org/englisch-deutsch/%C3%A4u%C3%9Fern
    (23) https://link.springer.com/article/10.1023/A:1005516020996 und: https://www.sci-hub.tw/10.1023/A:1005516020996
    (24) https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenaktivit%C3%A4t
    (25) Karl R. Popper: „Alles Leben ist Problemlösen“ Piper Verlag 1995 Seite 143
    (26) http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Atomwaffen/russell-einstein.html
    (27) https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isches_Institut_f%C3%BCr_Klima_&_Energie
    (28) https://ruhrkultour.de/die-fabelhaften-97-der-mythos-vom-klima-konsens-der-wissenschaftler/
    (29) Auch Markus Fiedler bestreitet nicht (mit einer Ausnahme), dass die Einteilung in die Kategorie-Gruppen 5 bis 7 korrekt erfolgt ist: Kategorie 5+6+7 ergibt: 0,45Prozent + 0,13Prozent + 0,07Prozent = 0,65Prozent
    (30) Kategorie 1 + 2 = 0,54Prozent + 7,72Prozent = 8,26Prozent; Kategorie 6 + 7 = 0,126Prozent + 0,075Prozent = 0,201Prozent; Damit: 8,26 : 0,2 = 41,3 (mal)
    (31) https://markus-fiedler.de/wp-content/uploads/2020/01/cook-2013-data-02-1.ods
    (32) https://kenfm.de/standpunkte-%E2%80%A2-menschengemachter-klimawandel-wie-einig-ist-sich-die-wissenschaft-wirklich/

    1. Lieber Kommentator,

      Sie bringen einiges in Ihrem Kommentar vollkommen durcheinander, unterstellen mir Aussagen, die ich nicht getätigt habe und vermischen Dinge, die nicht zusammen gehören.

      Um es kurz zu machen:
      Wir bleiben vollumfänglich bei unserer Darstellung der Dinge.
      MfG, Markus Fiedler

    2. lieber herr Bertram Burian
      bravo, genau das verstehe ich auch unter wissenschaft:
      „Besser würde ich es finden, wenn sie Ihren Artikel zurückziehen und damit dann auch meinen Kommentar“
      das scheint der konsens aller AGW-anhänger zu sein – auf keinen fall eine gefasste meinung zu hinterfragen, geschweige zu diskutieren und immer wieder zu überprüfen – das schafft wissen?

    3. Das ist eine fantastische Replik und verdiente es, einen eigenen Platz bei KenFM zu bekommen. Einen Dank auch an Herrn Fiedler für die Größe, sie zu veröffentlichen.

    4. Vielen Dank, Bertram Burian, für diese Fleißarbeit!
      Daß schon der lässige Umgang mit der Übersetzung einfacher Wörter eine ganze Analyse verhageln kann, hätte ich nicht für möglich gehalten. Da wird die Unkenntnis physikalischer Begriffe wie Molekülschwingungen, Absorption und Re-Emission sowie Linienverbreiterung fast zur Nebensache, wenn der anthropogene Klimawandel nicht verstanden wird. Solche Wissenslücken erscheinen angesichts der über 100jährigen Erkenntnisse zum Klimawandel als Mangel in der schulischen Ausbildung.
      Schlimm finde ich die Haltung des modernen Mitteleuropäers im globalen Rahmen: Während wir gemütlich diskutieren können, ob x oder y Prozent der Wissenschaftler einen anthropogenen Klimawandel zu erkennen meinen, machen sich die Menschen in Kiribati auf die Suche nach einer neuen Heimat. Eine Schande ist das!

  10. Vielen Dank für diese aufschlußreiche Arbeit!

    Auch ich habe in den letzten 10 bis 15 Jahren einige „wissenschaftliche“ Arbeiten gelesen, welche mir als Beleg für den anthropogenen Klimawandel dienen sollten. Bei näherer Betrachtung bzw. Studium dieser Artikel kam ich jedoch zum gleichen Schluß wie Sie: es fehlt ein Beleg für den anthropogenen Klimawandel, oder er wurde gezielt konstruiert.

    Eine gängige Masche für den „Beleg“ des anthropogenen Klimawandels findet sich auch in permanenter Selbstreferenzierung wieder. Da verweist Studie A auf D, D auf B, B auf C und C wieder auf A. Eben jene Verweise sollen den anthropogenen Klimawandel „belegen“.

    Leider sind etliche Studien und Beiträge in diesem Zeitrahmen entweder geändert oder gelöscht worden. Studien, die zuvor einen Nachgang von CO2 zur Temperatur belegten (es wurde erst wärmer, dann kam das CO2 und nicht anders herum) sprechen jetzt entweder von einer Gleichzeitigkeit oder einem unbewiesenen Vorausgang des CO2!

    Frappierend ist auch, wie gewisse Menschen und Institutionen wie Naomi Klein, deren bekanntes Buch nichts weiter ist als eine Aneinanderreihung von unbewiesenen Behauptungen, oder auch PriceWaterhouse Cooper (PwC), die sich de facto als Wissenschaftler gerieren, die Meinung des anthropogenen Klimawandels schüren.

    Seit einiger Zeit bin auch ich zu dem Schluß gekommen, daß mit dieser gezielten Irreführung nur Eines erzielt werden soll: Profite für Wenige, Abgaben von Vielen wie etwa die Atemsteuer (CO2-Steuer) oder der moderne Ablaßhandel (CO2-Zertifikate). Es gleicht einem russischen Roulette, wenn ich mit genau den Stoffen an der Börse zockte, die angeblich die Menschheit vernichten könnten. Das macht kein normal denkender Mensch.

    Bitte weiter so! Nur den Einlaß mit den „Antideutschen“ fand ich kontraproduktiv. Ich habe nicht ganz verstanden, was das mit den „Skeptikern“ zu tun haben soll. Überhaupt verstehe ich dieses 2-Lager-Denken, was offensichtlich aus den USA herüber geschwappt ist, überhaupt nicht. Es gibt nicht nur schwarz oder weiß, sondern viele Grautöne dazwischen. Wenn man aber nur grau ist und nicht schwarz oder weiß, dann findet man sich schnell in emotionsgeladenen und inhaltlsleeren Debatten wieder, welche die Person diskreditieren, aber sachlich keine Beiträge liefern.

    Gruß

  11. Wieso äusserten sich nur 4’014 (33,6%) der 11’944 Studien in ihrem Abstract zu den Ursachen der globalen Erwärmung?
    Dies liegt etwa daran, dass die meisten wissenschaftlichen Fachzeitschriften strenge Wortbegrenzungen für jedes Abstract haben. Deshalb ist es auch nicht erstaunlich, dass die Anzahl der Studien, welche die Ursachen des Klimawandels erwähnten, höher lag, als jeweils die gesamte Studie und nicht nur die Studienzusammenfassung berücksichtig wurde (65,5%).
    siehe Quantifying the consensus on anthropogenic global warming in the scientific literature: https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/8/2/024024/pdf
    Ferner gibt es zahlreiche empirische Belege dafür, dass der Klimawandel hauptsächlich auf die Zunahme der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre zurückzuführen ist. (Auf Anfrage gehe ich in einem weiteren Kommentar gerne genauer darauf ein) Deswegen kommen die meisten Klimatologen zum Schluss, dass die globale Erwärmung überwiegend menschgemacht ist. Dazu gibt es, wie bereits erwähnt, zahlreiche weitere Studien. (siehe z.B. Übersichtsarbeit: Consensus on consensus: a synthesis of consensus estimates on human-caused global warming) Deswegen halten es viele Klimatologen auch nicht für nötig, dies in Studien jedes Mal aufs Neue zu erwähnen. In geologischen Studien wird beispielsweise auch nicht immer erwähnt, dass es äusserst wahrscheinlich ist, dass die Theorie der Plattentektonik stimmt. Forscher haben 331 geologische Studien bewertet. Nur 29% unterstützten implizit (keine einizige explizit!) den Konsens zur Theorie der Plattentektionik. 71% nahmen keine Position dazu ein. Bedeutet dies jetzt, dass die Theorie der Plattentektonik in der Wissenschaft unstritten ist?
    https://skepticalscience.com/docs/Skuce_2017_consensus.pdf
    Ein weiterer Grund ist das breite Forschungsgebiet der Klimatologie. Das Klimasystem ist vielfältig und komplex. In vielen Studien geht es um Themen, bei denen die Ursachen des aktuellen Klimawandels schlicht nicht relevant sind. (z.B. für eine paläoklimatologische Studie zur Saale-Kaltzeit, von ca. 300’000 bis ca. 126’000 Jahren vor heute)

    Interessant: Wissenschaftler haben die Methoden und Ergebnisse von 38 Studien repliziert und getestet, die zum Schluss kommen, dass der menschliche Einfluss auf das Klima klein oder gar nicht vorhanden ist. Viele dieser Studien wiesen gravierende Fehler auf:
    „A common denominator seems to be missing contextual information or
    ignoring information that does not fit the conclusions, be it other
    relevant work or related geophysical data. In many cases, shortcomings
    are due to insufficient model evaluation, leading to results that are
    not universally valid but rather are an artifact of a particular
    experimental setup. Other typical weaknesses include false dichotomies,
    inappropriate statistical methods, or basing conclusions on misconceived
    or incomplete physics. “
    (zitiert aus dem Abstract: Learning from mistakes in climate research (2015)
    https://link.springer.com/article/10.1007/s00704-015-1597-5#Sec3 )

  12. „Meine Stichprobengröße beträgt derzeit 98 Arbeiten in Kategorie 2. Auf Basis dieser Stichprobe komme ich zum korrigierten Wert, dass ca. jedes 5. Abstract einer wissenschaftlichen Arbeit von Cook et al. falsch zugeordnet wurden.“

    Sehr geehrter Herr Fiedler
    Könnten Sie mir bitte einen Link schicken, indem ersichtlich ist, welche 98 Studienabstracts Sie genauer unter die Lupe genommen haben und, was Sie an deren jeweiligen Kategorisierung kritisieren?

    Mit Freundlichen Grüsse
    M.L

  13. Es gibt da noch einen anderen Punkt, der mich stutzig macht: John Cook sagt gleich am Anfang es handele sich um „peer reviewed scientific literature“ . Bis zu welchem Grad kann man da von einer zensierten Auswahl sprechen? Es ist, wenn man Internet durchschaut ziemlich unglaubwürdig, dass weniger als 3% Kritiker an der AGW Theorie zweifeln sollen. Da ist doch die Unterschriftenaktion von mehr als 30.000 Amerikanern die sich gegen diese Theorie aussprechen.

  14. Der Betreiber von „Sceptical Science“ [1] ist ebenso der Autor der oben zitierten Arbeit (John Cook). Teile des internen Forums wurde von einem Mitarbeiter aufgrund moralischer Bedenken geleakt. Darin wurde diskutiert wie ein „anthropogener Klimawandel“ propagiert werden kann [2]. Dies geschah wohlgemerkt vor der vielzitierten Arbeit von Cook 2013. Unter diesem Gesichtspunkt scheint die Arbeit nur als ein PR-Mittel zum Zweck (…) zu sein.

    [1] https://skepticalscience.com/about.shtml
    [2] http://www.hi-izuru.org/forum/The%20Consensus%20Project/2012-01-19-Marketing%20Ideas.html

  15. Schöne Zusammenfassung!
    Ich habe mich nun auch mal mit dieser Studie befasst und mir die Excel-Tabelle mit den Arbeiten angesehen.
    Was soll ich sagen, ich dachte die ganze Zeit, in den Studien und Arbeiten wird in irgendeiner Weise der anthropogenen Einfluss auf den Klimawandel behandeld, aber dem ist gar nicht so. Ich weiß ja nicht, ob das jedem klar ist!?
    In den Abstracts der Arbeiten steht im ersten Satz meistens sowas wie:

    „Das Verbrennen von fossilen Brennstoffen ist hauptverantwortlich für den Klimawandel.“

    In der Arbeit geht es dann allerdings z.B. um effizientere Hochöfen in der Eisen- und Stahlindustrie oder den Zusammenhang zwischen Emmisionshandel und Strommark zu modellieren. (Beide genannten Arbeiten sind einsortiert in Kategorie 1, also mehr als 50% anthropogener Einfluss.)

    Die Studien haben also wohl teilweise nix zu tun mit der Frage, ob es einen anthropogenen einfluss auf den Klimawandel gibt oder nicht. Die Wissenschaftler gehen lediglich davon aus, das dem so ist und begrüden/rechtfertigen damit ihre Studie/Arbeit.

    Das klingt dann am Ende tatsächlich nach Abstimmung. Ich habe noch nicht nachgeprüft, ob und wenn ja wieviele Arbeiten von den gleichen Autoren geschrieben wurden. Theoretisch dürfte jeder Autor nur einmal seine „Meinung“ sagen. Damit würden sicherlich noch einige mehr Arbeiten rausfallen.

    Meiner Meinung nach hätten die Arbeiten insofern bewertet werden müssen, ob sie sich denn wirklich mit der Frage nach dem anthropogenen Anteil beschäftigen und das Ergebnis der Studie hätte dann einfließen müssen in ein entsprechendes Ranking.

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